Glauchau - Vier Kamerun-Schafe sind im Glauchauer (Landkreis Zwickau) Tiergehege verendet. Eine genaue Todesursache wurde nicht festgestellt. Kein Einzelfall: Auch pathologische Untersuchungen bei früher verendeten Tieren, wie Eseln und Ziegen, brachten keine eindeutigen Ergebnisse. Der Verein "Haus- und Nutztierverein Glauchau" sieht das Füttern durch Besucher als mögliche Ursache.
"Die Leute werfen Essen über den Zaun, das die Tiere nicht vertragen", sagt Vereinsvorsitzender Günter Weise (71). Trotz Schildern werde das Fütterungsverbot häufig missachtet.
"Ich habe dort gestanden. Besucher haben mit ihren Enkelkindern Gras in das Hasengehege gereicht", berichtet Weise. Jährlich würden Tiere verenden, besonders gefährdet seien Jungtiere.
Seit 2015 betreut der Verein die 3,2 Hektar große Anlage mit rund 100 Tieren aus 18 heimischen Arten.
Neben dem Fütterungsproblem belasten auch Geldsorgen. Trotz Unterstützung der Stadt und von Sponsoren bleibe wenig für Investitionen. "Das Geld geht für Löhne, Energie, Tierarzt, Versicherungen, Strom und alles, was dazugehört, drauf", sagt Weise.
Zusätzlich kämpft der Verein mit Vandalismus. Erst vor Kurzem wurden ein Zaunfeld herausgerissen sowie Bänke beschädigt. Weise wünscht sich, "dass Passanten sich ordentlich benehmen und den Vandalismus und das Füttern der Tiere unterlassen".