Von Janina Rößler und Daniel Förster
Pirna - Wer am Samstag einen Wochenendausflug in die Sächsische Schweiz oder in umgekehrter Richtung nach Dresden mit der Bahn geplant hatte, musste mit heftigen Verspätungen rechnen.
Zunächst hieß es laut Bahn, dass ein umgestürzter Baum Ursache für die Vollsperrung im Oberen Elbtal sei. Vor Ort berichtete die Bundespolizei von einem technischen Defekt an einer Elektrolokomotive.
Die S1 nach Schöna war von Pirna in Richtung Bad Schandau unterwegs. Kurz nach dem planmäßigen Halt in Pirna stoppte der Zugführer die S-Bahn in Höhe Niedervogelgesang.
Nach Absprache mit dem Notallmanagement der Bahn wurde entschieden, die havarierte, jedoch fahrbereite S-Bahn bis zum nächsten Haltepunkt Obervogelgesang auf Sicht weiterfahren und dort Passagiere aussteigen zu lassen.
Anschließend wurde die Oberleitung abgeschaltet und der betroffene Streckenabschnitt wenig später in beide Richtungen gesperrt.
Um kurz vor 11 Uhr konnte zunächst ein Teil der Strecke wieder freigegeben werden. Rund eine Stunde später war die Strecke schließlich in beide Richtungen wieder befahrbar.
Von der Sperrung waren die S-Bahn-Linie 1 zwischen Pirna und Bad Schandau, der Wander-Express RE50 nach Krippen, der Fernverkehr zwischen Prag und Berlin sowie der am Wochenende verkehrende "Bohemia Express" zwischen Ústí nad Labem und Dresden betroffen.