"Zukunftspaket I": So will der Wirtschaftsminister Sachsens Mittelstand entlasten
Dresden - Parolen, Pakte, Pakete – Sachsens Regierung ist bemüht, den Standort Sachsen voranzubringen in stürmischen Zeiten. Wirtschaftsminister Dirk Panter (51, SPD) präsentierte am Montag sein "Zukunftspaket I" für die Wirtschaft.
Panter: "Unsere oberste Aufgabe ist es, Wertschöpfung und Beschäftigung in Sachsen zu halten und zu stärken." Sein Zukunftspaket bündelt Vorhaben zum Bürokratieabbau, für schnellere Neugründungen sowie zur Förderung von Mittelstand und Handwerk.
Konkrete Eckpunkte: Vereinfachungen beim Bund-Länder-Programm GRW (Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur"). Das sogenannte "Goldplating" (zusätzliche Sonderregeln) soll beendet werden.
Der Meisterbonus soll für alle Meisterabschlüsse ab 2026 auf 3000 Euro angehoben werden (aktuell 2000 Euro). Daraus ergeben sich rund eine Million Euro Mehrkosten für den Freistaat.
Man hofft aber, so die Lücken in den Reihen der Betriebsinhaber schließen zu können. Für rund 19.000 Betriebe wird in den kommenden zehn Jahren ein Nachfolger gesucht.
Chemnitzer IHK-Hauptgeschäftsführer mahnt
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Firmengründungen will man künftig innerhalb von 24 Stunden möglich machen. Für die Modernisierung von Aus- und Weiterbildungszentren sind zusätzliche Fördermittel geplant.
Im eigenen Haus plant Panter Verschlankungen, die Abschaffung von Richtlinien, Förderlisten, Pflichten sowie Doppelstrukturen (zum Beispiel im Bereich der Aus- und Weiterbildung).
Uwe Nostitz (63) lobte als Präsident des Sächsischen Handwerkstages die angekündigten Maßnahmen im Bereich Fortbildung: "Jede Investition lohnt sich da."
Christoph Neuberg (51) mahnte als Chemnitzer IHK-Hauptgeschäftsführer: "Der Anfang der Strecke ist geschafft – viele weitere Schritte müssen noch folgen."
Kay Ritter (54) von der CDU-Fraktion im Landtag sieht das ebenso: "Entscheidend ist jetzt nicht die Ankündigung, sondern die Umsetzung."
Titelfoto: Bildmontage: dpa/Matthias Rietschel, Thomas Türpe

