"Zurschaustellung geistiger Unreife": Sächsische Stadt tobt wegen Vandalismus-Schäden

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Bischofswerda - Widerwärtiger Vorfall am Horkaer Teich in Bischofswerda: Bislang Unbekannte haben am vergangenen Wochenende eine große Wandertafel und ein Hinweisschild mit Hakenkreuzen sowie Codes der rechtsextremen Szene (88) verunstaltet. Die Stadtverwaltung tobt.

Sascha Hache (51), Referent des OBs von Bischofswerda, hat in den sozialen Netzwerken gegen die Vandalen ausgeteilt.
Sascha Hache (51), Referent des OBs von Bischofswerda, hat in den sozialen Netzwerken gegen die Vandalen ausgeteilt.  © Stadt Bischofswerda

"Manchmal fragt man sich, ob manche Leute ihren Kopp nur noch zum Haareschneiden haben", findet Sascha Hache (51), der persönliche Referent des OBs, deutliche Worte in einem Beitrag bei Facebook und Instagram.

"Intelligenzallergiker" hätten nicht nur die Info-Aufsteller besprüht, sondern auch eine Bank des Indianerpfades am Teich demoliert. "Als Stadt Bischofswerda verurteilen wir diese sinnlose Zurschaustellung geistiger Unreife und stellen einen Strafantrag."

Im Gespräch mit TAG24 erklärt Hache, dass die Verwaltung ihrem Ärger über den Vandalismus in den sozialen Netzwerken einfach mal Luft machen musste.

JVA fotografiert: Drogen-Duo wird kurz darauf ohne Lappen und mit geklauten Kennzeichen erwischt
Sachsen JVA fotografiert: Drogen-Duo wird kurz darauf ohne Lappen und mit geklauten Kennzeichen erwischt

"Das kostet alles Zeit und Geld - bei ohnehin schon knappen Kassen."

Mitarbeiter des Bauhofs hätten die Schmierereien zügig beseitigt. "Der Schaden an Tafel und Schild wird auf 150 Euro beziffert", so Hache.

Auf einer Wandertafel prangte am Wochenende ein großes Hakenkreuz.
Auf einer Wandertafel prangte am Wochenende ein großes Hakenkreuz.  © Stadt Bischofswerda
Dein tägliches News-Update

Jetzt kostenlos für den News-des-Tages-Newsletter anmelden!

Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Deine Anmeldung war erfolgreich. Bitte bestätige die E-Mail, die wir dir gesendet haben.
Auch ein Hinweisschild wurde von mutmaßlich Rechtsextremen mit schwarzer Farbe verunstaltet.
Auch ein Hinweisschild wurde von mutmaßlich Rechtsextremen mit schwarzer Farbe verunstaltet.  © Stadt Bischofswerda

Stadt macht Zeugenaufruf

Oberbürgermeister Holm Große (59) hofft auf Zeugenhinweise.
Oberbürgermeister Holm Große (59) hofft auf Zeugenhinweise.  © Steffen Füssel

Dem Referenten zufolge sind politisch motivierte Graffiti-Aktionen in Bischofswerda eher selten. Deutlich häufiger würden dagegen Bushaltestellen, Verkehrszeichen und Straßenschilder mit Dynamo-Bezug beklebt oder beschmiert.

"In unserer Stadt und unseren Ortsteilen fiebern viele Menschen mit den Goldfüßen aus unserem schönen Vorort mit, aber die Sympathie mit den Schmierfinken geht gegen Null", sagt OB Holm Große (59), der im Juni 2010 selbst kurzzeitig mal Aufsichtsratsvorsitzender bei der SGD war.

Die Verwaltung hofft nun auf Zeugen, die bei der Aufklärung der Vandalismus-Schäden helfen.

Rappelvolle Züge am Wochenende erwartet: So reagiert der VVO darauf
Sachsen Rappelvolle Züge am Wochenende erwartet: So reagiert der VVO darauf

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizeidienststelle Bischofswerda (Tel. 03594/7570) oder die Bürgerpolizistin (Tel. 0172/8607939) entgegen.

Titelfoto: Montage: Stadt Bischofswerda (2)

Mehr zum Thema Sachsen: