Zwickau - Der Handschlag ist gegeben, die Tinte trocken: Jetzt kann in Zwickau-Neuplanitz endlich die neue Sporthalle gebaut werden.
Stadt und Bauriese Goldbeck unterzeichneten den Vertrag für das 16-Millionen-Euro-Projekt. Bis Ende 2027 soll direkt neben der alten Halle ein moderner Sporttempel für Schüler, Vereine und die Bundesliga-Handballerinnen des BSV Sachsen Zwickau entstehen.
"Für mich ist es ein schöner Tag, ich werde in den nächsten Monaten jeden Schritt genießen. Feiern werde ich, wenn wir die Halle eröffnen", freute sich Zwickaus OB Constance Arndt (47, BfZ).
Geplant ist eine bundesligataugliche Dreifeldhalle für bis zu 1500 Zuschauer. Sachsen schießt gut sechs Millionen Euro zu. Für die BSV-Handballerinnen wird der Neubau ein Befreiungsschlag. Ihre Heimspiele finden derzeit mit großem Aufwand in der Stadthalle statt.
Die Neuplanitzer Halle stammt aus den achtziger Jahren, hat ihre besten Tage hinter sich und ist für Spitzenhandball schlicht zu klein, zu eng und nicht mehr zeitgemäß.
Ballsporthalle komplett durchdacht: "Wir bauen keine Sporthalle von der Stange"
Goldbeck-Niederlassungsleiter Jörg Bechmann verspricht keinen Baukasten von der Resterampe. "Wir bauen keine Sporthalle von der Stange, sondern eine funktional durchdachte Lösung. Vorteil aus Sicht des Unternehmens: Alles kommt aus einer Hand. Planung, Umsetzung und die Koordination aller Gewerke liegen bei uns in einer Hand."
Das soll Zeit sparen, Reibung vermeiden und dafür sorgen, dass die Halle Ende 2027 pünktlich fertig wird.
Ganz ohne Bauchgrummeln lief der Weg dahin aber nicht. Der Stadtrat hatte den Neubau 2024 einstimmig angeschoben. Ein unterlegener Bieter war Ende 2025 vor die Vergabekammer nach Leipzig gezogen, nahm seinen Antrag dann aber wieder zurück.