Kirchberg - Beim Aktionstag der Polizeidirektion Zwickau hatten Temposünder am Mittwoch schlechte Karten. An mehreren Stellen rückten die Beamten mit Lasermessgeräten aus. Im Fokus stand unter anderem die Schneeberger Straße im Kirchberger Ortsteil Burkersdorf.
Der Grund: Immer wieder hatten Anwohner Alarm geschlagen, weil Autofahrer hier ordentlich aufs Gas drücken.
"Die B93 Richtung Schneeberg ist gesperrt. Viele nutzen die Strecke als Umleitung. Dadurch ist hier deutlich mehr Verkehr unterwegs", erklärte Polizeihauptmeister Michael Günther (49).
Sein Kollege Marco Zielinski (43) stand mit Argusaugen am Lasergerät und fixierte die Straße.
Kaum tauchten Fahrzeuge hinter der Kurve auf, wurde auf der Talfahrt gemessen. Gemein? Nicht wirklich. "Geschwindigkeitsüberschreitungen sind eine der Hauptursachen für Unfälle. Deshalb kontrollieren wir überall - auch an solchen Stellen", sagte Günther.
Nicht nur Raser wurden gestoppt
Immerhin: Wer nur minimal zu schnell ist, kommt glimpflich davon. "Erst ab 11 km/h über dem Limit wird es für uns relevant", so Günther. Dann allerdings wird’s teuer - nach Abzug der Toleranz droht ein Verwarngeld.
Die Bilanz des Tages: Von 37 Fahrern waren sechs zu schnell. Der negative Spitzenwert lag bei 73 km/h. Das war jedoch eine Ärztin, die zu einem Notfall gerufen wurde.
Doch nicht nur Raser wurden gestoppt, auch Fahrzeuge mit defekter Beleuchtung zogen die Beamten aus dem Verkehr. Einer der Fahrer zeigt sich zerknirscht: "Ich hab mich schon gefragt, wann ich wegen des Lichts angehalten werde …"
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