Zwickau - Diese Bröckel-Ruine ist inzwischen billiger als mancher Neuwagen! Das frühere "Haus der DSF" an der Zwickauer Max-Pechstein-Straße wird erneut versteigert.
Im aktuellen Herbstkatalog 2026 der Sächsischen Grundstücksauktionen AG (SAG) ist das Zwickauer Sorgenkind auf Seite 34 mit einem Mindestgebot von nur noch 29.000 Euro gelistet.
Beim ersten Anlauf im August 2025 hatte der Freistaat Sachsen als Eigentümer noch 65.000 Euro verlangt, ohne dass es einen Interessenten gab. Der Preis ist damit um mehr als 55 Prozent gefallen.
Doch das Schnäppchen ist ein gewaltiger Sanierungsfall. Laut Katalog sind Installationen und Innenausbau verschlissen, das Dach ist schadhaft. Nässeschäden, beginnende Deckendurchbrüche, Vandalismus und Müll kommen hinzu.
Im Haus befinden sich unter anderem eine ehemalige Kegelbahn, eine Gaststätte und ein großer Veranstaltungssaal mit Bühne.
Der Hammer soll am 26. August im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden fallen. Das Gebäude wurde um 1870 errichtet und war von 1949 bis 1990 das Haus der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft (DSF).
Solche Häuser dienten in der DDR als Kultur- und Veranstaltungszentren, die die Verbundenheit zur Sowjetunion propagierten.