"Fakt ist!" aus Zwickau: Warum dauert es Monate, bis man einen Facharzttermin bekommt?

Zwickau - Der Alte Gasometer in Zwickau wurde am Mittwochabend zum politischen Brennpunkt: Der MDR lud zu seiner Talksendung "Fakt ist! - Die Bürgerarena". Bei dem 90-Minuten-Live-Talk mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (50, CDU) und Sozial- und Gesundheitsministerin Petra Köpping (67, SPD) ging es nicht um Parteipolitik, sondern um die echten Sorgen der Menschen im Freistaat.

Andreas F. Rook (59, v.l.), MDR-Politikchefin Uta Deckow (54), Sozial- und Gesundheitsministerin Petra Köpping (67, SPD) und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (50, CDU).  © Ralph Koehler/Propicture

Im Talkformat, das 90 Minuten live aus Zwickau gesendet wurde, bestimmten die Zuschauer selbst, welche Themen auf den Tisch kommen. Wirtschaftskrise, Bahnverbindungen, Gesundheit und Pflege waren Schwerpunkte - alles Fragen, die viele im Land umtreiben.

Bereits vorab war klar: Die Nachfrage war groß. Nach MDR-Angaben hatten sich mehr als 600 Menschen beworben, etwa die Hälfte konnte bei der Bürgerarena live im Publikum sitzen und ihre Fragen persönlich an die Landesregierung zu richten.

Eine der ersten Wortmeldungen traf gleich einen Nerv: Warum dauert es Monate, bis man einen Facharzttermin bekommt - und was unternimmt die Staatsregierung konkret dagegen?

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Die Frage zielte direkt auf die Gesundheitsministerin und brachte lange Wartezeiten, Ärztemangel und ländliche Versorgung auf den Tisch.

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Wie soll Pflege noch bezahlbar bleiben, wenn selbst Durchschnittsverdiener an ihre Grenzen kommen?

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (50, CDU).  © Ralph Koehler/Propicture

Ein weiterer Schwerpunkt war das Geld. Eine Zuschauerin fragte, warum Pflegebedürftige und ihre Familien immer tiefer in die Tasche greifen müssen, während die Kosten explodieren.

Wie soll Pflege noch bezahlbar bleiben, wenn selbst Durchschnittsverdiener an ihre Grenzen kommen? Köpping verwies auf Bundes- und Landeszuständigkeiten, räumte aber ein, dass der Druck in vielen Familien längst existenziell sei.

Moderiert wurde der Abend von MDR-Politikchefin Uta Deckow (54) und Andreas F. Rook (59), die dafür sorgten, dass die Debatte trotz großer Themenbreite strukturiert blieb.

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Den Talk vom Mittwochabend könnt Ihr Euch in der ARD-Mediathek noch mal anschauen.

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