Forscher aus Sachsen wollen Paketzustellung revolutionieren

Zwickau - Kommt das Paket der Zukunft bald fahrerlos um die Ecke? An der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) tüfteln junge Wissenschaftler an einer Idee, die den "Paket-Wahnsinn" auf der letzten Meile revolutionieren soll. Die Nachwuchsforschergruppe "Last Urban Autonomous Logistics" (LATTICE) will bis 2028 die Paketzustellung automatisieren.

Die WHZ forscht an der automatisierten Paketzustellung: Rick Voßwinkel (38) ist Projektleiter.  © Studioline_Photography

"Vor einigen Jahren haben Zusteller vorwiegend Briefe ausgeliefert. Diese waren klein und leicht, und ein Zusteller konnte viele Briefe auf einmal ausfahren", erklärt Projektleiter Rick Voßwinkel (38) von der Fakultät Kraftfahrzeugtechnik. Heute sehe das anders aus.

"Wir haben es oft mit großvolumigen und auch schweren Paketen zu tun. Das macht die Arbeit körperlich anstrengend und erhöht den Personal- und Kostendruck in der Branche enorm."

Genau hier setzt LATTICE an. Geplant sind selbstfahrende Transportstationen, die autonom eine kleine Menge an Paketen vom Verteilzentrum in die unmittelbare Nachbarschaft der Empfänger bringen.

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Das Ziel: keine klassischen Lieferwagen mehr, sondern rollende Mini-Stationen.

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So sollen die selbstfahrenden Transportstationen für Pakete aussehen.  © Anna Tzschoppe/WHZ

"Die Empfänger könnten dann zum Beispiel per Smartphone-App informiert werden, dass ihr Paket zu einer bestimmten Zeit in direkter Nachbarschaft entgegengenommen werden kann", so Voßwinkel.

Rund eine Million Euro pumpen EU und Freistaat in das Projekt. Laufzeit: bis Ende Oktober 2028. Dann ist eine spektakuläre Live-Vorführung auf dem Zwickauer Kornmarkt geplant.

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