Messerscharfer Einsatz: Till (6) ist Sachsens jüngster Sensenmann

Limbach-Oberfrohna - Sensen ist eine Kunst, die nur noch ältere Bauern beherrschen? Von wegen! Mit messerscharfer Klinge und kräftigem Schwung stahl Till (6) beim 1. Kaufunger Sensenwettbewerb in Limbach-Oberfrohna (Landkreis Zwickau) den erwachsenen Teilnehmern die Show: Ritsch ratsch, war die Wiese ab!

Jens Käferstein (39) zeigt seinem Sohn Till (6) den Umgang mit dem Wetzstein.  © Petra Hornig

"Der Kleine war fast so schnell wie die Profis", staunte Jörg Schubert (58) vom Feuerwehrverein, der das Wettsensen organisierte. Kein Wunder: Im Sommer hantiert Till (6) fast jeden Tag mit dem altertümlichen Mähgerät.

Das Sensen beigebracht hat dem Steppke Vater Jens Käferstein (39), der jeden Tag für die Pferde der Familie frisches Futter schneidet.

"Als Till vier Jahre alt war, wollte er es auch lernen", sagt Mama Lydia (37). Die Eltern besorgten eine Kindersense und los ging es. Inzwischen senst Till jeden Tag Gras für seine Hasen und Meerschweine.

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"Na klar hat er sich auch schon mal in den Finger geschnitten, als er probieren wollte, ob die Sense scharf ist", erzählt die Mutter. Zu gefährlich? Nö. "Kinder, die nichts dürfen, werden Erwachsene, die nichts können. Er hat daraus gelernt."

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Schwierig ist das Dengeln: Mit dem Hammer wird das Schneideblatt kalt geschmiedet und so geschärft.  © Petra Hornig
Beim 1. Kaufunger Sensenwettbewerb zeigte Till, was er kann.  © Petra Hornig

Tills Können begeisterte auf der Wettkampfwiese das Publikum und ihn selbst: "Das hat Spaß gemacht. Nächstes Jahr will ich auf jeden Fall wieder mitmachen."

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