Sächsischer Elektro-Rennwagen will zurück an die Weltspitze

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Zwickau - Erst war er geheim, jetzt steht er da: "Erhard", der neue Elektro-Rennwagen des WHZ Racing Teams.

Der technische Teamleiter Martin Köhler (23) steckt tief im neuen WHZ-Rennwagen "Erhard": Für ihn ist das Projekt fast ein Vollzeitjob neben dem Studium.
Der technische Teamleiter Martin Köhler (23) steckt tief im neuen WHZ-Rennwagen "Erhard": Für ihn ist das Projekt fast ein Vollzeitjob neben dem Studium.  © Ralph Kunz

Schlanker, leichter, schärfer und mit einer klaren Mission: zurück an die Weltspitze der Formula Student, dem internationalen Konstruktionswettbewerb, bei dem Hochschulteams eigene Rennwagen entwickeln, bauen und auf der Strecke beweisen müssen.

In "Erhard" steckt besonders viel Neues: überarbeiteter Akku, neues Monocoque, veränderte Aerodynamik und vor allem weniger Gewicht.

Der Flitzer bringt nur noch 167 Kilo auf die Waage - 17 Kilo weniger als sein Vorgänger.

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Für den technischen Teamleiter Martin Köhler (23) ist die Enthüllung trotzdem kein lockerer Showtermin: "Die Aufregung ist natürlich hoch, aber auch die Freude und die Dankbarkeit."

Hinter dem Auto steckt fast ein Jahr Arbeit. Schon im vergangenen Spätsommer begannen Planung und Konstruktion.

Köhler lebt für das Projekt fast gefährlich intensiv. "Was ich persönlich an Stunden im Team verbringe, liegt über 80 Wochenstunden", sagt er. Das Ziel ist klar: 2023 gewann das WHZ Racing Team mit „Erich“ die Konstrukteurs-WM, der bislang größte Erfolg der Zwickauer. "Das Ziel ist immer Platz Nummer eins", sagt Köhler.

Mit diesem Boliden traten die Zwickauer Konstrukteure vor 20 Jahren bei der ersten Formula Student an.
Mit diesem Boliden traten die Zwickauer Konstrukteure vor 20 Jahren bei der ersten Formula Student an.  © Ralph Kunz
Vincent Reinelt vom WHZ-Racing-Team präsentiert stolz "Erhard", der die Zwickauer zurück an die Weltspitze katapultieren soll.
Vincent Reinelt vom WHZ-Racing-Team präsentiert stolz "Erhard", der die Zwickauer zurück an die Weltspitze katapultieren soll.  © Ralph Kunz

Racing-Team gibt es seit 20 Jahren

Fahrer Felix Nietzsche (22) soll "Erhard" später auf der Strecke ans Limit bringen.
Fahrer Felix Nietzsche (22) soll "Erhard" später auf der Strecke ans Limit bringen.  © Ralph Kunz

Seit 20 Jahren gibt es das WHZ-Racing-Team, aktuell tüfteln rund 40 Mitglieder am perfekten Rennwagen.

Einer, der Erhard später ans Limit bringen soll, ist Fahrer Felix Nietzsche (22). "Mein Gefühl ist definitiv zwischen Aufregung und Vorfreude", sagt der Kraftfahrzeugtechnik-Student.

Wer fahren darf, entscheidet sich nach Leistung: erst Kart, dann interne Auswahl. Nietzsche hat sich durchgesetzt. "Ich war zum Glück am besten geeignet", sagt er trocken.

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Ernst wird es im Juli: Dann startet das Team beim ersten Wettbewerb im tschechischen Most in die neue Saison. Danach sollen Kroatien und Italien folgen.

Titelfoto: Ralph Kunz

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