Zwickau - Alte Brücken, überholte Gleise und Stellwerke: Die Eisenbahn-Infrastruktur in Zwickau muss dringend auf den aktuellen Stand gebracht werden. Nun gab es die Millionen-Freigabe aus Berlin. Mit diesem Geld soll der Eisenbahnknoten Zwickau komplett erneuert werden.
In dieser Woche wurde der Befreiungsschlag für die Region verkündet: Knapp 200 Millionen Euro fließen in den umfassenden Ausbau. CDU-Bundestagsabgeordneter Carsten Körber (46) und Verkehrsminister Patrick Schnieder (57, CDU) gaben grünes Licht für das Großprojekt.
"Ein großer Tag für Zwickau und die Umgebung", betonte Körber, der für die Region im Bundestag sitzt: "Ich freue mich sehr, dass dieses Projekt nun konkret umgesetzt wird."
Im Zuge der Bauarbeiten werden die Strecken zwischen Zwickau-Mosel und Lichtentanne modernisiert und ausgebaut.
Dazu stehen umfassende Bauarbeiten am Zwickauer Hauptbahnhof an - unter anderem sollen die uralten Personentunnel endlich erneuert werden. Auch die Leit- und Sicherungstechnik wird auf den neusten Stand gebracht. Zudem soll das historische Marientaler Viadukt saniert werden.
"Mit diesen Investitionen sichern wir nicht nur eine verbesserte Anbindung für Zwickau und die Region, sondern leisten einen entscheidenden Beitrag zum weiteren Ausbau der Sachsenmagistrale", sagt Körber.
Zwickau soll fit für den Deutschlandtakt gemacht werden
Der Ausbau des Eisenbahnknotens Zwickau soll die Region fit für die Zukunft machen - und damit auch für den sogenannten Deutschlandtakt.
Das Konzept sieht vor, dass Züge nach einem bundesweiten Taktverkehr fahren, pünktlich und regelmäßig. Aber: Das Projekt soll wohl erst 2070 komplett abgeschlossen werden.
Deutlich eher, nämlich 2028, sollen die Bauarbeiten in Zwickau beginnen. "Diese Modernisierungen sind nicht nur ein Beitrag zum Deutschlandtakt, sondern auch zur langfristigen Stärkung des Schienenverkehrs in der Region", sagt Carsten Körber abschließend.
Im Jahr 2032 soll der Eisenbahnknoten Zwickau komplett fertiggestellt werden.