Zwickau - Die Region Zwickau steht unter Druck. Der VW-Standort wankt, viele Mitarbeiter und Zulieferer fürchten um ihre Jobs. Jetzt soll gegengesteuert werden: Hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft wollen in Ostasien nach Lösungen suchen.
Taiwan gilt als einer der wichtigsten Hightech-Standorte der Welt. Vor allem bei Mikrochips und moderner Elektronik ist die Insel absoluter Spitzenreiter. Ohne die Technik aus Taiwan stehen in Europa die Produktionsketten still.
Genau deshalb reist eine Delegation aus Politikern, Wissenschaftlern und Wirtschaftsvertretern nach Ostasien. Das Ziel: Kontakte für die Region Zwickau knüpfen und von Taiwan lernen.
Der gebürtige Zwickauer und Bundestagsabgeordnete Carsten Körber (46, CDU) leitet die Delegation. Unter anderem begleiten ihn Zwickau-Landrat Carsten Michaelis (CDU), Jens Hertwig von der IHK-Regionalkammer Zwickau und Andreas Fohrmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Zwickau.
Die Delegation wird sich unter anderem mit lokalen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und politischen Vertretern austauschen. Dabei sollen auch wirtschaftliche Ideen für die Region Zwickau gesammelt werden. Zudem stehen Hochschulkooperationen im Fokus.
Vorbild Taiwan: Region Zwickau soll lernen und langfristig profitieren
"Für den Landkreis Zwickau ist es entscheidend, die Chancen des Strukturwandels aktiv zu nutzen. Die Reise nach Taiwan eröffnet uns neue Impulse für die regionale Wirtschaft und Partnerschaften, von denen Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger langfristig profitieren", sagt Landrat Carsten Michaelis.
Taiwan ist für viele Länder ein Vorbild, wenn es um Technologie, Tempo und Innovation geht. Diese Erfahrung will die Delegation einsammeln - die Region soll davon profitieren. Denn nachhaltige Ideen könnten Zwickau und Umgebung neuen wirtschaftlichen Schub bringen.
"Unser Ziel ist es, Lösungen für den Strukturwandel in der Region Zwickau voranzutreiben", sagt Delegationsleiter Carsten Körber.