Atommüll-Transport aus England erreicht Ziel in Schleswig-Holstein

Von Felix Müschen

Borkdorf - Der wohl letzte Transport mit radioaktiven Abfällen aus der Aufarbeitungsanlage Sellafield in Großbritannien hat in der Nacht zu Donnerstag das Zwischenlager am Kernkraftwerk Brokdorf in Schleswig-Holstein erreicht.

Mit insgesamt sieben Lastwagen wurde der Atommüll ins Zwischenlager nach Borkdorf gebracht.  © Florian Sprenger

Dort soll der Müll zwischengelagert werden, bis es einen Ort für die Endlagerung von hochradioaktivem Müll in Deutschland gibt, wie ein Sprecher der Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) mitteilte.

Das Zwischenlager bietet einem Sprecher der zuständigen bundeseigenen BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung zufolge 100 Stellplätze für Behälter. Derzeit lagern dort 76 Atom-Behälter mit Brennelementen aus dem Kernkraftwerk Brokdorf.

Mit der Aufnahme der sieben Behälter aus Sellafield endet der Einlagerungsbetrieb am Standort. Die dann insgesamt 83 Behälter bleiben dort, bis sie in ein Endlager abgegeben werden.

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Atommüll kommt aus Großbritannien

Im Atomkraftwerk Borkdorf wird der Atommüll zwischengelagert. (Archivbild)  © Georg Wendt/dpa

Das Schiff mit den verbliebenen sieben Atom-Behältern war vergangene Woche in Großbritannien in See gestochen und erreichte am Dienstag den Hafen von Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen). Dort wurden die Behälter auf Spezial-Lkw verladen.

Bei dem Atommüll handelt es sich um Überreste von Brennelementen aus deutschen Kernkraftwerken, die in England aufgearbeitet wurden. Deutschland hat sich völkerrechtlich zur Rücknahme dieses Mülls verpflichtet.

Die Rückführung von Atommüll aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague war bereits 2024 abgeschlossen worden.

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