96 Stunden, 600 Kilometer: Deutscher Extremsportler startet brutale Herausforderung im Tal des Todes

Berlin/Los Angeles (USA) - Grenzen sind nur dafür da, um sie zu verschieben. Ein Spruch, der für den Extremsportler und Influencer Arda Saatçi (28) eine Lebenseinstellung ist. Auf seinen Kanälen in den sozialen Netzwerken predigt und lebt er sein Motto "You versus You" ("Du gegen dich selbst"). Nun hat er seinen Fans die wohl größte Herausforderung seiner bisherigen Fitnesslaufbahn angekündigt.

Seit Anfang April ist Arda Saatçi (28, Foto) auch offizieller Red-Bull-Athlet. Auf dem Nürburgring hieß kein Geringerer als Formel-1-Weltmeister Max Verstappen (28) den Extremsportler willkommen.  © Joerg Mitter / Red Bull Content Pool

Bereits 2024 startete Arda seine Serie "Cyborg Season". Im ersten Jahr dieser Herausforderung rannte er über 3000 Kilometer aus seiner Heimatstadt Berlin bis nach New York, wo er nach 74 Tagen und einer zweimonatigen Pause aufgrund eines Ermüdungsbruchs schließlich auf dem Times Square durch das Ziel lief.

Im vergangenen Jahr setzte er noch einen drauf. Zur "Cyborg Season 2025" nahm er sich vor, einmal die komplette Länge Japans von Nord nach Süd abzulaufen - und das in gerade einmal 43 Tagen. So legte er innerhalb weniger Wochen täglich um die 70 Kilometer zu Fuß zurück!

Doch auch diese extreme Leistung reicht dem gebürtigen Berliner nicht. Ihn gelüstet es nach einer noch größeren Herausforderung - und genau das hat er in der diesjährigen "Cyborg Season 2026" gefunden.

Sport Mit nur 15 Jahren! Wunderkind schreibt Snooker-Geschichte, nächster Eintrag könnte folgen

In diesem Jahr möchte der 28-Jährige nicht nur den Kampf gegen sich selbst, sondern auch gegen die Zeit gewinnen.

Die Challenge: knapp 600 Kilometer in gerade einmal 96 Stunden. Das entspricht einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 6,25 Kilometern pro Stunde, die der Ultra-Läufer über vier Tage hinweg ununterbrochen halten muss.

Anzeige
Eine scheinbar unendliche Salzwüste: das Badwater Basin im Death Valley. (Archivfoto)  © Patrick T. FALLON / AFP

"Cyborg Season 2026": Die Strecke und ihre Tücken

Das Ziel der "Cyborg Season 2026": der Santa Monica Pier in Los Angeles.  © 123RF/rouda100

Startpunkt wird das "Badwater Basin" im Death Valley in Kalifornien sein. Das Salzbecken ist mit 86 Metern unter dem Meeresspiegel der tiefste Punkt Nordamerikas und auch der Ort, an dem die höchste Temperatur der Welt gemessen wurde. Das Thermometer zeigte hier bereits 56,7 Grad Celsius an.

Der weitere Weg verläuft durch das Death Valley, wobei der Extremsportler auf der gesamten Strecke bis zu 6000 Höhenmeter überwinden muss. Die Temperaturen werden dabei nicht nur den Sportler, sondern auch das Material an seine Grenzen bringen.

"Es wird empfohlen, dass man auf der weißen Linie [der Straße] läuft, weil sonst die Schuhsohlen schmelzen", erklärt Saatçi in seinem Ankündigungsvideo. Der Asphalt kann im Death Valley bis zu 80 Grad heiß werden.

Sport Größte Fitness-Messe der Welt endet heute: Was die FIBO so besonders macht

Der Zieleinlauf befindet sich auf dem weltberühmten Santa Monica Pier in Los Angeles.

Die gesamte Odyssee des Berliners wird durch einen 24/7-Livestream auf Twitch und YouTube sowie auf RedBullTV dokumentiert.

Der Startschuss fällt am 5. Mai zwischen 18 und 20 Uhr deutscher Zeit. Dann heißt es für Arda erneut: "Du gegen dich selbst."

Mehr zum Thema Sport: