Markkleeberg - Der erste Anzug passt so weit, nimmt man zumindest die Generalprobe der Dresden Monarchs vom Samstagnachmittag bei den Leipzig Lions. Denn die haben die Königlichen ziemlich deutlich mit 61:7 (27:0, 13:0, 7:0, 14:7) gewonnen. Die erste Reihe der Offense und Defense spielte die ersten beiden Viertel.
"Der Sinn des Spiels war, zu zeigen, dass wir auswärts fahren, aus dem Bus aussteigen und dann organisiert sowie ohne große Fehler spielen können", erklärt Headcoach Greg Seamon, der zugibt:
"Ich bin sehr, sehr zufrieden mit dem, was wir heute gemacht haben. Es war eine herausragende Leistung von der ersten Mannschaft. Aber natürlich gab es ein paar kleine Dinge, die wir besser machen wollten."
Perfekt war das gegen den GFL2-Club aus der Messestadt mit Sicherheit noch nicht und die Coaches haben hier und da einiges auszusetzen, aber das Positive überwiegt doch deutlich. Zum Beispiel: Immer, wenn die Offense der Monarchs in der ersten Halbzeit auf dem Feld war, punktete sie auch.
Running Back David Moore III. schaffte das per Lauf (4.) und angeworfen von Rock Lombardi (14.). Außerdem fand der US-Quarterback auch noch zweimal Montigo Moss (10./23.), der auf dem Weg in die Endzone der Leipziger nicht aufzuhalten war.
Der Rest der großen Show gehörte aber eindeutig der Defense. Erst der geblockte Field-Goal-Versuch, den Jason Denneboom (8.) bis zum Touchdown trug.
Nicht alles bei den Dresden Monarchs war Gold, was glänzt
Anschließend die Quarterback-Sacks von Sterling May (9.) und Elian Canet (24.), die Interceptions von Niklas Müller (14.) und kurz zuvor von Vance Feuerbacher (12.), die der US-Amerikaner zu sechs Punkten trug.
"Nur" 40:0 zur Pause, weil zwei Extrapunkt-Versuche nicht nach Plan liefen - das war schon vor einer Woche beim Test gegen die Straubing Spiders nicht ordentlich.
"Special Teams ist unser größtes Problem. Das kann man sagen, weil es wahr ist", gibt Seamon zu. Da waren noch ein paar mehr Fehler zu sehen - auch in Halbzeit zwei.
Denn Leipzigs einziger Touchdown war eine Punt-Recovery von Luca Brinner (41., 7:54)
Es gab aber auch noch mehr Gutes: Nach einem geblockten Lions-Punt warf sich Leon Hackl (31.) zum 46:0 auf das Leder-Ei. Und Running Back Nummer drei, Maximilian Paul (37./47.), erhöhte zum souveränen Erfolg. Paul Justen (47.) noch mit einem Quarterback-Sack.
Seamon: "An dem Punkt, an dem wir jetzt sind, bin ich sehr zufrieden mit dem Team." Und die rund 350 mitgereisten lautstarken Fans waren das auch.