Zurück zu den Wurzeln! Dresden Monarchs spielen an der Bärnsdorfer

Dresden - Zurück in die Zukunft! Am Sonnabend bestreiten die Dresden Monarchs ihr erstes Heimspiel an der altehrwürdigen Bärnsdorfer Straße.

Die Monarchs haben das altehrwürdige Stadion hergerichtet, damit die Heimspiele in der Trainingsstätte ausgerichtet werden können.
Die Monarchs haben das altehrwürdige Stadion hergerichtet, damit die Heimspiele in der Trainingsstätte ausgerichtet werden können.  © Lutz Hentschel

Die Partie gegen die Cologne Crocodiles ist eine kleine Reise in die Vergangenheit und gleichzeitig richtungsweisend für die nähere Zukunft.

Denn will der Meister seinen Titel verteidigen, müssen die Play-offs her. Eine dritte Niederlage im vierten Saisonspiel wäre da eine mittelschwere Bürde. Umso wichtiger also auch, dass eine Menge Fans ihr Team unterstützen.

"Wir hatten hier schon Spiele mit 4000 bis 5000 Fans ausgerichtet. Für den Zuschauer-Ansturm, den wir hier erwarten, sind wir gut gerüstet", erklärt Sören Glöckner (55).

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Der Monarchs-Präsident rechnet mit bis zu 3500 Anhängern - dafür wurde unter anderem auch eine neue Tribüne errichtet. "Wenn die hierher finden, wird das sicherlich eine schöne Runde", so Glöckner.

Das sehen die bisher 24 Unterzeichner der Petition "Lärm - und Parkkonzept für 'Monarch's-Stadion' Bärnsdorfer Straße 2 in 01097 Dresden / Leipziger Vorstadt" (Fehler übernommen) sicherlich anders.

Es wurde auch extra eine neue Tribüne errichtet, damit ausreichend Fans Platz haben, um die Monarchs zu unterstützen.
Es wurde auch extra eine neue Tribüne errichtet, damit ausreichend Fans Platz haben, um die Monarchs zu unterstützen.  © Lutz Hentschel

Dresden Monarchs: Anwohner fürchten Lärmbelästigung und Parkchaos

Präsident Sören Glöckner (55) und Trainer Ulz Däuber (52) an der Bärnsdorfer Straße.
Präsident Sören Glöckner (55) und Trainer Ulz Däuber (52) an der Bärnsdorfer Straße.  © Lutz Hentschel

Glöckner: "Die Anlage genießt Bestandsschutz. Wir haben eine Baugenehmigung aus den 50er Jahren. Daher haben wir tunlichst nichts verändert, was bauordnungsrechtliche Relevanz hätte."

Auf gute Nachbarschaft könnte zumindest das Parkchaos vermieden werden, wenn Fans mit dem ÖPNV oder sogar per Rad anreisen. Schließlich wird das Heinz-Steyer-Stadion erst frühestens im Herbst 2023 fertiggestellt.

Was der (Zwangs-)Umzug der Monarchs in die Heimstädte wirtschaftlich bedeutet, lässt sich vorab nicht sagen. "Es hat den Vorteil, dass wir keine Miete oder Kosten für Werbebanden abführen müssen. Dafür müssen wir Toiletten mieten und logistisch einiges aufbauen. Unsere Planungen sagen, dass wir ähnliche Umsätze machen, wie im Heinz-Steyer-Stadion", so Glöckner.

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Übrigens: Auch im letzten Pflichtspiel an der Bärnsdorfer Straße ging's gegen ein Team aus Köln. 2013 mussten die Monarchs aufgrund des Elbe-Hochwassers in die Trainingsstätte umziehen. Gegen die Cologne Falcons gelang vor rund 1000 Fans einen 49:7-Erfolg.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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