Faustschläge, Platzverweise und Trainer-Aussetzer: NBA-Spiel endet im völligen Chaos

Charlotte (USA) - Es sollte ein ganz normales Ligaspiel zwischen den Charlotte Hornets und den Detroit Pistons werden, doch ein einfaches Foulspiel im dritten Quarter war Auslöser für eine der wohl wildesten Schlägereien auf dem Court in der aktuellen NBA-Saison.

Nach einem Foulspiel von Moussa Diabaté (Nummer 14 der Charlotte Hornets) an Jalen Duren (Nummer 0 der Detroit Pistons) entbrannte eine wilde Schlägerei.  © DAVID JENSEN / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / GETTY IMAGES VIA AFP

Es war ein enges, körperbetontes Spiel zwischen dem Ersten (Pistons) und dem Zehnten (Hornets) der Eastern Conference, welches die Pistons schließlich mit 110 zu 104 für sich entscheiden konnten.

Doch das eigentlich so spannende Spiel wurde von einer unschönen Szene überschattet, die sich in der vierten Minute des dritten Quarters zugetragen hat. Bei einem Angriff der Pistons gerieten die beiden Center Jalen Duren (22, Pistons) und Moussa Diabaté (24, Hornets) aneinander, nachdem Diabaté regelwidrig den Wurf von Duren behindert hatte.

Zunächst gerieten die beiden Spieler Kopf an Kopf, doch plötzlich griff Duren seinem Gegenüber ins Gesicht. Dieser "Handwischer" brachte das Fass zum Überlaufen. Diabaté schnellte nach vorne und versuchte Duren mit der Faust im Gesicht zu erwischen. Die Stimmung heizte auch weitere Spieler auf dem Court an, sodass sich binnen weniger Sekunden ein Pulk an Menschen bildete, von denen einige versuchten, sich zu schlagen und andere versuchten, die Streithähne auseinanderzuhalten.

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Die unschönen Szenen sorgten für eine minutenlange Unterbrechung.

Nachdem sich alle Parteien wieder einigermaßen beruhigt hatten, wurden neben den beiden "Rudelführern" auch noch Miles Bridges (27, Hornets) und Isaiah Stewart (24, Pistons) vom Platz gestellt.

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Mit erhobener Faust ging Moussa Diabaté (24) auf seinen Gegenspieler Jalen Duren (22) los.  © DAVID JENSEN / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / GETTY IMAGES VIA AFP

In einem Video ist das Handgemenge festgehalten

Für den Pistons-Coach J.B. Bickerstaff (46) ist die Antwort auf die Schuldfrage eindeutig.  © DAVID JENSEN / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / GETTY IMAGES VIA AFP

Pistons-Coach sieht die Schuld bei den Gegnern - Hornets-Coach wurde selbst vom Platz gestellt

Erst nach einer minutenlangen Unterbrechung konnte das Spiel weitergehen. Insgesamt vier Spieler wurden nach der Keilerei vom Platz gestellt.  © DAVID JENSEN / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / GETTY IMAGES VIA AFP

In einem Interview nach dem Spiel wurde J.B. Bickerstaff (46) - Headcoach der Detroit Pistons - zu seiner Sicht auf den Zwischenfall befragt. "Sie haben angefangen", erklärte der 46-Jährige und wies somit jegliche Schuld von seinen Spielern.

"So etwas möchte man nie sehen. Aber wenn jemand einen Schlag gegen einen austeilt, hat man die Pflicht, sich selbst zu schützen und genau das ist heute Abend passiert", führte er weiter aus.

Auf der Gegenseite entschuldigte sich Charlotte-Coach Charles Lee (41) für seinen emotional geladenen Aussetzer während des vierten Quarters.

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Kurz vor Schluss wurde nämlich auch Lee vom Platz gestellt, nachdem er von einem seiner Spieler zurückgehalten werden musste, weil er sonst auf den Schiedsrichter losgegangen wäre.

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