Chemnitz - Dritter Sieg in Folge und sechs freie Tage für die Niners Chemnitz!
Fast zweieinhalb Stunden mühte sich die Mannschaft von Trainer Rodrigo Pastore (53) am Mittwochabend, ehe der hauchdünne 99:96-Heimerfolg gegen den Tabellenvorletzten Heidelberg unter Dach und Fach war.
"Bei Spielen wie heute ist es etwas tragisch, dass es im Basketball kein Unentschieden gibt. Heidelberg hat es definitiv nicht verdient, als Verlierer vom Parkett zu gehen", sagte Pastore nach dem zehnten Saisonsieg der Sachsen.
74:74 stand es nach 40 Minuten - fünf Minuten Verlängerung! In der schied der bis dahin beste Heidelberger Werfer DJ Horne (22 Punkte) verletzt aus. Kostja Mushidi (27) rettete die Gastgeber mit seinem Korb zum 82:82 in die zweite Overtime.
Erneut schaffte es das Pastore-Team nicht, sich entscheidend abzusetzen. Im Gegenteil. Elf Sekunden vor dem Ende führte der abstiegsbedrohte Gast. Der anschließende Einwurf der Niners landete im Seitenaus.
Die Schiris schauten sich die Szene lange an. Kevin Yebo (29) und Marcel Keßen (29) waren mit dem Rücken zur Kamera über die Seitenlinie gerutscht. Die Referees konnten die Video-Sequenz nicht auflösen. Sie beließen es bei ihrer Entscheidung: Einwurf für Chemnitz.
Vier siegbringende Zähler 2,2 Sekunden vor der Schlusssirene
Der Ball kam zu Corey Davis. Der Spielmacher versenkte unter Bedrängnis den Dreier und bekam noch einen Freiwurf. Vier siegbringende Zähler 2,2 Sekunden vor der Schlusssirene - der blanke Wahnsinn vor fast 4400 Zuschauern in der Messe Chemnitz!
"Heidelberg-Trainer Danny Jansson kann stolz auf sein Team sein, das großartig kämpfte und viele Widrigkeiten überwand. Ähnliches gilt für meine Mannschaft. Einige unserer Jungs gingen auf dem Zahnfleisch. Sie sind dennoch aufgelaufen und haben alles gegeben", lobte Pastore.
Beste Niners-Werfer: Nike Sibande (18 Punkte) und Davis. Der US-Amerikaner erzielte zehn seiner 17 Punkte in den letzten 3:15 Minuten der dramatischen Partie.
Die BBL verabschiedet sich in die Länderspiel-Pause. Die Niners-Korbjäger haben in den kommenden sechs Tagen frei. Pastore: "Wir freuen uns auf die kurze Pause, die einige Jungs sehr nötig haben. Danach müssen wir versuchen, uns im Training weiter zu verbessern. Nur so kann es gehen - mit beharrlicher Arbeit."