Chemnitz - "Es war laut, so unfassbar laut", erklärt Niners-Neuzugang Cobe Williams (26), als er auf den Auftritt im April in der Messe Chemnitz zurückblickt. Im Gegensatz zu den Chemnitzern spielte der 26-Jährige mit Bamberg eine überragende Saison: Pokalsieger, Platz drei nach der Hauptrunde, Play-off-Halbfinale.
Dass er die Bamberg Baskets dennoch verlassen hat, lag nicht nur an den eingangs erwähnten lautstarken Niners-Fans, sondern auch am internationalen Geschäft. Zum zweiten Mal startet die Mannschaft von Trainer Rodrigo Pastore (53) im BKT EuroCup, dem zweitstärksten europäischen Wettbewerb. Bamberg spielt "nur" Champions League.
Als eines von sieben Geschwistern wuchs Williams in Dallas auf. Vor seiner Station in Bamberg ging der 1,83 Meter große Texaner für MKS Dabrowa Gornicza (Polen), Spirou Charleroi (Belgien) sowie die Universitäten von Tulsa und Louisiana Tech in der höchsten US-amerikanischen College-Liga NCAA-1 auf Korbjagd.
Williams verpasste in Bamberg kein einziges Pflichtspiel, kam auf stolze 47 Einsätze. Mit durchschnittlich 14,6 Zählern avancierte der Pointguard zum zweitbesten Punkte-Sammler seines Teams.
In Chemnitz will der US-Amerikaner den nächsten Schritt in seiner Karriere gehen. Williams betont: "Ziel ist, mit der Mannschaft zu wachsen. Wir wollen als Team funktionieren und tollen Basketball spielen."
Bereits in der kommenden Woche wird der aufstrebende Spielmacher auf seinen Ex-Verein treffen. Dann bestreiten die Niners ein (nicht öffentliches) Testspiel gegen Bamberg.