Nach viertem BBL-Sieg: Niners-Trainer Pastore lobt Sonderbewacher Dominic Lockhart

Chemnitz - 30 Sekunden waren im letzten Viertel gespielt, da wurde es am Dienstagabend in der Messe Chemnitz plötzlich mucksmäuschenstill. Niners-Spielmacher Wes Clark (27) griff sich abseits des Spielgeschehens an die rechte Wade. Wenig später wurde der US-Amerikaner, von zwei Betreuern gestützt, zur Mannschaftsbank geführt.

Niners Coach Pastore lobte Dominic Lockhart (28, Foto).
Niners Coach Pastore lobte Dominic Lockhart (28, Foto).  © IMAGO / HMB-Media

Die Niners lagen zu diesem Zeitpunkt 69:66 vorn. Wie würden sie den Ausfall ihres Top-Spielers verkraften? Ein paar Minuten später rieben sich die 3000 Zuschauer, die längst wieder höllischen Lärm machten, verwundert die Augen.

Das Team von Trainer Rodrigo Pastore (50) kämpfte, spielte, traf und zog auf 81:69 davon.

Nach der Schlusssirene feierte der an der Wade bandagierte Clark schon wieder mit den Teamkollegen und Fans. Chemnitz entschied auch das dritte BBL-Duell gegen Heidelberg für sich.

Niners Chemnitz verabschieden sich mit Sieg nach Verlängerung aus dem Europe Cup
Niners Chemnitz Niners Chemnitz verabschieden sich mit Sieg nach Verlängerung aus dem Europe Cup

Das 87:78 (44:49) war der vierte Saisonsieg. Bester Niners-Werfer: Aher Uguak. Der Kanadier schaffte 17 Punkte. Ihm folgte Nelson Weidemann (14).

"Wir haben auch in der ersten Hälfte ordentlich gespielt. Einzig die Art und Weise, wie wir die ersten beiden Abschnitte beendeten, war nicht in Ordnung", analysierte Pastore.

Defensiv hatten die Niners zunächst einige Probleme

Am Ende des ersten Durchgangs gestattete sein Team den Heidelbergern einen 7:0-Lauf, am Ende des zweiten Viertels einen 15:2-Run.

"Defensiv hatten wir zunächst einige Probleme, konnten uns nach der Pause steigern und hatten Eric Washington ganz gut unter Kontrolle", ergänzte Pastore.

Washington, in der vergangenen Saison bei den Niners unter Vertrag, erzielte 16 seiner 21 Punkte in der ersten Halbzeit.

"Wir hielten ihn bei drei von elf Distanzwürfen und lediglich fünf Assists. Damit können wir zufrieden sein. Vor allem Dominic Lockhart hatte Eric in der zweiten Halbzeit gut unter Kontrolle", lobte Pastore.

Titelfoto: IMAGO / HMB-Media

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