Niners Chemnitz feiern Play-off-Sieg: "Sie haben uns in den Hintern getreten!"

Chemnitz - Erfolgreicher Play-off-Start für die Niners Chemnitz! Der Europe-Cup-Sieger bezwang am Freitagabend in der heimischen Messe den starken Aufsteiger Rasta Vechta mit 83:77 (42:34).

Die Niners Chemnitz bezwangen am Freitagabend in der heimischen Messe den starken Aufsteiger Rasta Vechta.
Die Niners Chemnitz bezwangen am Freitagabend in der heimischen Messe den starken Aufsteiger Rasta Vechta.  © IMAGO/Fotostand/Nachtigall

Bereits am Pfingstsonntag, 19 Uhr, stehen sich beide Mannschaften erneut gegenüber. Die Mannschaft von Trainer Rodrigo Pastore (51) hat ein zweites Mal Heimrecht. Sie benötigt weitere zwei Siege für den Einzug ins Halbfinale.

"Wir haben über drei Viertel hinweg ein sehr gutes Spiel gemacht. Da hat unsere Verteidigung das Spiel diktiert. In der Offensive gelangen uns in der Zone doppelt so viele Punkte wie Vechta", erklärte Pastore.

Mit einem 13:0-Lauf zum 57:41 setzten sich die Niners nach 27 Minuten erstmals deutlich ab. In dieser Phase gestatteten sie den Gästen viereinhalb Minuten lang keinen einzigen erfolgreichen Wurf.

Drei Basketballer verlassen die Chemnitzer Niners
Niners Chemnitz Drei Basketballer verlassen die Chemnitzer Niners

"Da haben wir uns auf das konzentriert, was wir gut können, stark verteidigt und immer wieder den Ball schön laufen lassen", sagte Kapitän Jonas Richter.

Niners bereiten sich auf Partie gegen Rasta Vechta am Pfingstsonntag vor

Zudem heizten in der vorentscheidenden Phase die 4300 Fans in der Halle die Stimmung ordentlich an. Vechtas Tanner Groves und Center Kevin Yebo kassierten nach ihrer Wrestling-Einlage ein unsportliches Foul. Als Groves kurz darauf Aher Uguak beim Fastbreak an der Mittellinie von den Beinen holte, flog er aus der Halle.

Zwischenzeitlich führten die Hausherren mit 21 Punkten Vorsprung (68:47). "Chemnitz hat uns drei Viertel lang in den Hintern getreten", meinte Gästecoach Ty Harrelson: "Doch zum Charakter meiner Mannschaft gehört, dass sie niemals aufgibt."

Das zeigte sie im letzten Viertel, das mit 30:17 an die Niedersachen ging. Vechta konnte in der Crunchtime auf 72:76 verkürzen. Doch angeführt vom überragenden Routinier DeAndre Lansdowne, mit 22 Punkten bester Werfer auf dem Parkett, brachte die Pastore-Five den Sieg nach Hause. Wesley van Beck kam auf starke 17 Zähler.

"Wir haben uns im Schlussabschnitt einige untypische Fehler erlaubt. Vielleicht dachten wir auch, das Match sei schon durch. Diese Phase müssen wir uns noch einmal anschauen", betonte Pastore: "Trotzdem bin ich mit dem, was ich den ersten drei Vierteln sah, wirklich sehr zufrieden und freue mich über unsere Leistung. Jetzt beginnt die Vorbereitung auf Sonntag."

Titelfoto: IMAGO/Fotostand/Nachtigall

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