Chemnitz - "Der Verein hat Tradition und Ambition", sagt Neuzugang Mateo Seric (27) über die Niners. Der Flügelspieler war der erste Neue, der in Chemnitz unterschrieb. Und einer der Korbjäger, die auf ihren Urlaub verzichteten und stattdessen am Niners-Sommercamp ihre individuellen Fähigkeiten stärkten.
"Wir wissen, wo wir hinwollen. Wir haben eine starke Truppe, sehr gute Charaktere. Das wird eine spannende Saison", erklärt Seric, der in jungen Jahren ein großes Tennis-Talent war, sich später aber für Teamsport entschied. Mit einer Körperlänge von 2,04 Metern ist er im Basketball bestens aufgehoben.
Dass der Abschied vom Tennis die richtige Entscheidung war, zeigen die 315 Pflichtspiele in Bundesliga, Pokal, Champions League, ProA und ProB. Nach seinem Ausbildungsverein Ludwigsburg spielte er für Bamberg, Tübingen und zuletzt in Heidelberg.
Chemnitz ist die fünfte Station: "Ich wollte unbedingt wieder international spielen. Deshalb habe ich die Chance genutzt, als das Angebot von den Niners kam."
Das erste Testspiel gegen Bamberg steht an
Mit seiner butterweichen Wurfhand ist Seric im variablen System von Niners-Trainer Rodrigo Pastore (53) primär auf beiden Forward-Positionen eingeplant. Nach zwei Wochen Vorbereitung steht am Mittwoch das erste Testspiel gegen Bamberg (unter Ausschluss der Öffentlichkeit) an.
Die erste Bewährungschance für alle zwölf Neuzugänge, sich in den Stamm-Kader zu spielen.
"Es gibt immer Vor- und Nachteile, wenn die Mannschaft komplett ausgewechselt wird. Wir sollten nur die Vorteile daraus ziehen. Das ist wie ein Klumpen Lehm, den man neu formen kann. Das ist sicher auch spannend für unsere Trainer", betont der Korbjäger, der gute Erinnerungen an Chemnitz hat: Vor acht Jahren erkämpfte er hier mit der deutschen U-20-Nationalmannschaft EM-Bronze.