Niners-Spieler Weidemann nach Niederlage gegen FC Porto: "Wir waren ein bisschen platt!"

Chemnitz - Die Niners lieferten sich am zweiten Spieltag der Zwischenrunde des Europe Cups mit dem FC Porto einen echten Schlagabtausch. Zunächst schienen die Portugiesen enteilt. Dann holten die Niners das Lasso raus, fingen die Gäste wieder ein und gingen sogar deutlich in Führung, um sich letztlich doch mit 87:94 (45:51) geschlagen zu geben.

Arnas Velicka (23, r.) versucht gegen Brian Conklin (33) vom FC Porto zu blocken. Die Portugiesen waren am Ende einen Tick besser.
Arnas Velicka (23, r.) versucht gegen Brian Conklin (33) vom FC Porto zu blocken. Die Portugiesen waren am Ende einen Tick besser.  © IMAGO/Alexander Trienitz

"Das ist alles andere als das, was wir uns vorgestellt hatten", zeigte sich Niners-Guard Nelson Weidemann (23) am Dienstagabend am MDR-Mikro geknickt und nach einem richtigen Auf und Ab über die kompletten 40 Minuten auch geschafft: "Wir waren heute ein bisschen platt."

Weidemann hatte sich kurz zuvor im letzten Ligaspiel gegen Bayreuth eine Hüftprellung zugezogen, biss die Zähne zusammen und stellte sich voll in den Dienst der "Orange Army": "Es tat heute noch weh. Wenn ich vielleicht keine hundert oder achtzig Prozent geben konnte, wollte ich alles geben, was ich konnte."

Fast 17 Spielminuten stand er auf dem Parkett. Die waren intensiv, wie das komplette Spiel an sich. Porto ging in der ersten Halbzeit in Führung, behielt diese und haute zwischenzeitlich richtig einen raus.

Starke Defense, Top-Wurfquote: Niners Chemnitz bereit für den Bayern-Kracher!
Niners Chemnitz Starke Defense, Top-Wurfquote: Niners Chemnitz bereit für den Bayern-Kracher!

24:18 hieß es nach dem ersten Viertel. Den darauffolgenden 11:2-Lauf der Portugiesen wehrten die Niners mit guter Abwehrarbeit ab und punkteten im Gegenzug selbst unter des Gegners Korb.

"Hatten nicht konsequent genug zu Ende gespielt"

Nelson Wiedemann (r., gegen Miguel Cardoso, 29) und Co. gingen am Ende die Kräfte aus.
Nelson Wiedemann (r., gegen Miguel Cardoso, 29) und Co. gingen am Ende die Kräfte aus.  © IMAGO/Alexander Trienitz

Es kam noch besser! Das 20:35 früh im zweiten Viertel drehten die Niners in ein 73:65 vor dem Gang ins letzte Viertel. Was für ein Kraftakt!

Zumal die Portugiesen bei ihrem Kader aus dem Vollen schöpften und zwölf Mann aufs Parkett brachten, wohingegen Niners-Coach Rodrigo Pastore (50) nur auf neun Akteure zurückgriff. Dass es letztlich nicht reichte - eine Kraftfrage?

Weidemann: "Wir hatten es in der Hand, gaben es aber leider aus der Hand, weil wir es nicht konsequent genug zu Ende spielten und nicht konsequent genug verteidigten."

Titelfoto: IMAGO/Alexander Trienitz

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