Chemnitz - Die Niners Chemnitz verstärken ihren Kader mit einem weiteren US-Amerikaner: Vom Ligakonkurrenten Gladiators Trier kommt Urald King (35). Der Flügelspieler erhält beim Basketball-Bundesligisten einen Vertrag bis 2027. King besetzt den siebten und letzten Ausländerspot.
"Für mich ist der Wechsel nach Chemnitz eine großartige Chance. Mir gefällt die kämpferische Einstellung und Aggressivität, mit der die Niners spielen. In meinen elf Jahren als Profi durfte ich viele Erfahrungen sammeln. Ich möchte das Team als Veteran unterstützen", erklärt der nunmehr elfte Neuzugang bei den Sachsen.
Anfang August wird der Oldie in Chemnitz erwartet. Dann beginnt die Vorbereitung, die fünf Testspiele beinhaltet. Mitte September erfolgt im Pokal der scharfe Start ins neue Spieljahr.
King bringt mit 35 Jahren und 350 Pflichtspielen sehr viel Erfahrung mit nach Chemnitz. Bei den Niners soll er die Flügelpositionen bekleiden und für reichlich Entlastung sorgen. Trainer Rodrigo Pastore (53) baut auf dessen Rebound-Qualitäten und Abschlussstärke in Brettnähe sowie auf Kings Charakterstärke.
King musste sich jeden kleinen Schritt mit Ehrgeiz und Disziplin hart erarbeiten
"In unserer ersten BBL-Saison war Urald einer der Spieler, die sofort viel Verantwortung übernahmen - sowohl auf dem Feld, als auch in der Kabine. Urald war ein Spieler, mit dem ich rundum sehr gern zusammengearbeitet habe", verriet Triers Headcoach Jacques Schneider auf der Gladiators-Website.
King musste sich in seiner Karriere jeden kleinen Schritt mit Ehrgeiz und Disziplin hart erarbeiten. In der 13.000-Einwohner-Kleinstadt West Monroe im ländlichen Louisiana aufgewachsen, standen nach dem Highschool-Abschluss die Colleges bei King nicht gerade Schlange. Folgerichtig landete der athletische Forward zunächst "nur" in der NCAA-2 an der Southeastern Oklahoma State Universität, wo er parallel zum Studium 57 Einsätze für das Basketballteam bestritt.
Als Absolvent einer vergleichsweise kleinen Universität aus der NCAA-2 waren dann auch die Möglichkeiten zum Sprung in den Profibasketball eher überschaubar. Doch King verfolgte einen Traum und scheute sich nicht, vor elf Jahren als erste Auslandsstation beim bayrischen Regionalligisten Bad Aibling anzuheuern. Das war der Start seiner Profikarriere.