Raus mit Applaus! Niners Chemnitz können Bonn auch im dritten Duell nicht besiegen

Chemnitz - Raus mit ganz viel Applaus! Die Niners Chemnitz sind im Play-off-Viertelfinale an den Telekom Baskets Bonn gescheitert.

Leon Kratzer (M.) von den Telekom Baskets Bonn locht ein! Die Niners verloren am Montagabend das Play-off-Duell in der Messe Chemnitz.
Leon Kratzer (M.) von den Telekom Baskets Bonn locht ein! Die Niners verloren am Montagabend das Play-off-Duell in der Messe Chemnitz.  © IMAGO/Eibner/Bert Harzer

Im dritten Aufeinandertreffen beider Teams lieferten die Sachsen am Montagabend ihr bestes Spiel ab. Es reichte trotzdem nicht zum ersten Play-off-Sieg in der Niners-Geschichte. Das Spiel endete 83:89 (42:54) aus Sicht des Außenseiters.

Die 4500 Zuschauer in der ausverkauften Messe Chemnitz hielt es nicht auf den Sitzen. Sie bekamen in den ersten zehn Minuten ein Offensiv-Spektakel mit vielen Führungswechseln geboten.

Das erste Viertel endete mit dem Dreier von Dominic Lockhart. Der jagte den Ball in der letzten Sekunde der Wurf-Uhr durch die Reuse und brachte die Gastgeber, die nach fünf Minuten beim 16:12 ihre höchste Führung in diesem Duell hatten, auf 25:26 heran.

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Lockhart eröffnete das zweite Viertel mit einem weiteren Dreier. Der Außenseiter lag wieder vorn. Dann kam es zum Bruch im Niners-Spiel. Aher Uguak trat bei seinem erfolgreichen Korbwurf nach vorn aus und in die "Kronjuwelen" von Bonn-Star TJ Shorts. Der sank zu Boden.

Die Schiedsrichter sahen sich die Szene auf dem TV-Bildschirm an und entschieden auf disqualifizierendes Foul. Uguak musste den Innenraum der Halle verlassen. Für den Kanadier war das Spiel nach nicht einmal zwölf Minuten beendet. TJ Shorts bekam zwei Freiwürfe und brachte sein Team 31:28 in Front.

Niners kämpften tapfer, mussten am Ende dennoch eine Niederlage einstecken

Danach lief es bei den Rheinländern wie am Schnürchen. Die Führung wurde immer größer und wuchs bis Ende der ersten Halbzeit auf zwölf Zähler an.

"Nach dem Aus von Uguak war unser Rhythmus weg. Wir müssen in der zweiten Halbzeit im Defensiv-Rebounds besser werden und unsere Wurfquoten verbessern", erklärte Lockhart, mit zehn Punkten bester Niners-Werfer der ersten Halbzeit, bei "MagentaSport".

Nach dem Seitenwechsel drehte Kevin Yebo komplett auf. Der gebürtige Bonner jagte die Bälle reihenweise durch die Reuse, brachte die Hausherren heran. 58:64 hieß es in der 26. Minute. Bonn-Trainer Tuomas Iisalo nahm sofort die Auszeit, wollte den Lauf der Sachsen stoppen. Das gelang dem Finnen nicht wirklich. Die Pastore-Five verkürzte bis auf 63:67 (29.) und lag am Ende des dritten Viertels (65:73) noch aussichtsreich im Rennen.

Im entscheidenden Spielabschnitt zogen die Gäste innerhalb von 130 Sekunden auf 80:65 davon. Doch Chemnitz kämpfte tapfer weiter und kam nach dem erfolgreichen Dreier von Nelson Weidemann 70 Sekunden vor Ultimo auf 83:87 heran. Yebos Distanzwurf fiel danach nicht durch den Ring. Im Gegenzug verwandelte TJ Shorts beide Freiwürfe.

Beste Werfer auf dem Parkett waren Weidemann mit starken 19 Punkten und TJ Shorts mit 21 Zählern.

Titelfoto: IMAGO/Eibner/Bert Harzer

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