Chemnitz - Knappe Niederlage für die Niners im Verfolgerduell mit Rasta Vechta. Angetrieben von 3140 Zuschauern im ausverkauften Rasta-Dome sicherten sich die gastgebenden Niedersachsen am Samstagabend einen knappen 80:78 (45:42)-Erfolg. Der vierte Vechta-Sieg in Folge.
Danach sah es zu Beginn des letzten Viertels nicht aus. Die Chemnitzer führten zweistellig (71:61). Danach trafen sie minutenlang nichts mehr. Mit einem 12:0-Lauf holte sich Vechta in diesem hart umkämpften Spiel die Führung zurück und lag 30 Sekunden vor dem Ende 79:74 vorn.
Dass die Mannschaft von Trainer Rodrigo Pastore (53) im Spiel blieb, war der schlechten Freiwurfquote von Vechta geschuldet. Von sechs Versuchen konnten sie in der Crunchtime nur einen nutzen.
Dadurch bekam Eric Washington (32) in der Schlusssekunde die Chance für einen letzten Wurf. Der US-Amerikaner verfehlte aus der Distanz den Korb. Die schwache Dreierquote der Niners entschied über Sieg und Niederlage: Vechta versenkte 13 von 27, Chemnitz lediglich acht von 33.
Pastore: "Ich mag zwar das Selbstvertrauen, mit dem wir die Würfe nehmen. Aber es gab durchaus ein paar Möglichkeiten, gerade wenn wir Überzahl hatten, wo wir einen besseren Job machen müssen. Da hätten wir zum Korb ziehen müssen. Aber wir haben lieber den Dreier genommen."
Sow, Sibande und Washington beste Werfer
Auch an der Freiwurflinie ließ das Pastore-Team einiges liegen. Nur zwölf von 21 konnten die Gäste verwerten. Beste Werfer bei den Niners, die ohne die verletzten Kostja Mushidi (27) und Yordan Minchev (27) antreten mussten, waren Amadou Sow (15 Punkte), Nike Sibande (26) und Washington (beide zwölf).
"Chemnitz hat einen hervorragenden Job gemacht“, meinte Rasta-Trainer Christian Held (37) nach der Partie:
"Wir haben im letzten Viertel unsere Defense umgestellt. Darauf fanden die Niners zu keinem Zeitpunkt eine Antwort. Sie haben praktisch kaum noch gescort. Wir konnten sie unter 80 Zählern halten. Das war ausschlaggebend dafür, dass wir gewonnen haben."