Zu viele Ballverluste, schwache Wurfquote: Niners-Siegesserie endet in Würzburg
Chemnitz - So wird das nichts mit dem direkten Einzug in die Play-offs! Die Niners Chemnitz kassierten nach drei BBL-Siegen in Folge am Freitagabend beim Tabellenvierten Würzburg Baskets eine 69:81-Niederlage.
Trainer Rodrigo Pastore (53) versuchte mehrmals, seine Jungs in den Auszeiten mit lautstarken Ansprachen wachzurütteln. Das schaffte der Argentinier nicht wirklich.
Die Niners ließen nur selten ihre Stärke aufblitzen. Über 40 Minuten war das zu wenig Tempo, zu wenig Ballbewegung (nur elf Assists) und eine aus der Distanz eine zu schwache Trefferquote. Nur jeder vierte der insgesamt 32 Würfe vom Perimeter landete im Korb. Zudem leisteten sich die Gäste 21 Ballverluste (Würzburg 11).
Die Chemnitzer schafften es nicht, Davion Mintz und Marcus Carr aus dem Spiel zu nehmen. Der US-Amerikaner stand am Ende bei 28 Punkten, der Kanadier bei 23 Zählern.
Beste Niners-Werfer waren Kevin Yebo (15) und Kostja Mushidi (12).
Niners treffen am Mittwochabend im Achtelfinale des ULEB EuroCup auf Olimpija Ljubljana
"Wir wussten, dass wir gegen eine Mannschaft mit drei offensiv sehr gefährlichen Spielern antreten. Es ist uns gelungen, einen davon zu kontrollieren. Die anderen beiden, Mintz im gesamten Spiel und Carr vor allem in der zweiten Halbzeit, haben gereicht, um uns zu schlagen", konstatierte Pastore.
Der Headcoach hatte erwartet, "dass wir im Angriff viel besser spielen. Doch Würzburg hat uns mit seiner Physis völlig aus dem Rhythmus und aus unserem System gebracht. Wir haben zu viel gedribbelt, uns zu sehr auf Eins-gegen-eins-Situationen verlassen. Wir sind nicht so in die Zone gekommen und haben den Ring nicht so attackiert, wie wir es gerne gehabt hätten."
Wie geht’s weiter? Das für Sonntag angesetzte Heimspiel in der Messe Chemnitz gegen Ulm ist auf Mitte April verlegt worden. Pastore bereitet sich mit seinem Team auf das Achtelfinale im ULEB EuroCup vor. Die Chemnitzer müssen nach Slowenien und treffen dort am Mittwochabend auf Olimpija Ljubljana. Der Sieger zieht ins Viertelfinale ein.
Titelfoto: IMAGO/Alexander Trienitz
