Utena (Litauen) - Der kroatische Basketballprofi Ivan Vranes (30) war Ende Mai in Litauen von der Polizei wegen Alkohol am Steuer gestoppt worden. Eine Strafe durch seinen Verein blieb dafür jedoch aus, im Gegenteil.
Der Erstligist BC Juventus entschied sich im Umgang mit dem 30-Jährigen nämlich für eine ungewöhnliche Lösung, gegen eine Knallhart-Sanktion: "Wir haben ihm ein Fahrrad geschenkt. Ganz im Ernst, wir haben ihm ein Fahrrad geschenkt", erklärte Klub-Boss Eimantas Skersis (41) gegenüber heimischen Medien angesprochen auf die Suff-Fahrt seines Spielers am 24. Mai, schien somit den Vorfall gelassen genommen zu haben.
Dieser hätte jedoch eher Anlass zum Kopfschütteln geben müssen.
Am Morgen nach dem Viertelfinalsieg seines Teams gegen BC Rytas im Meisterrennen der LKL und dem damit verbundenen Einzug unter die letzten vier sei der Kroate laut mehreren Medienberichten von der Polizei im Zuge einer Verkehrskontrolle gestoppt worden.
Dabei sei beim 2,07 Meter großen Center ein Blutalkoholwert von 0,64 Promille festgestellt worden. Dieser führt üblicherweise zu einer Geldstrafe von 800 bis 1100 Euro.
Zusätzlich kann nach litauischem Recht die Fahrerlaubnis entzogen werden, wobei unklar bleibt, ob dies in diesem Fall auch tatsächlich geschehen ist.
Keine Konsequenzen für Juventus-Leistungsträger Vranes
Fest steht hingegen: Auch ohne Führerschein würde er mobil bleiben, dann eben nur auf zwei Rädern und mit Pedalen.
Strafen statt Geschenke durch den Klub sind nach aktuellem Stand jedenfalls nicht mehr zu erwarten, da Vranes in dieser Saison zu den Leistungsträgern bei Juventus gehört, im Schnitt 12,3 Punkte sowie 5,7 Rebounds erzielte - und damit im Saison-Finish unverzichtbar ist.