Sein Name fällt neben Größen wie Tyson und Ali: Trauer um Box-Legende Canto
Mérida (Mexiko) - Sein Name ist in der Ruhmeshalle des Boxsports neben Ikonen wie Mike Tyson (59), Henry Armstrong (†75) und Muhammad Ali (†74) verewigt. Nun herrscht Trauer um Miguel Canto.
Wie die Kampfsportorganisation WBC am Donnerstagabend mitteilte, sei der unter dem Spitznamen "El Maestro" (zu Deutsch: der Meister) bekannte Boxer im Alter von 78 Jahren verstorben.
"Wir werden uns an sein Vermächtnis, seine Leidenschaft für den Boxsport und den Stolz erinnern, mit dem er Mexiko stets vertreten hat. Ruhe in Frieden, Champion", schrieb der Verband in einem Instagram-Beitrag, womit der Tod eines der besten Fliegengewicht-Boxer des 20. Jahrhunderts offiziell bestätigt wurde.
1975 sicherte er sich den vom WBC vergebenen Weltmeistertitel durch einen Sieg über den Japaner Shōji Oguma (74). Anschließend setzte er sich an der Weltspitze fest, verteidigte den Gürtel 14 Mal (!) hintereinander, ehe er ihn 1979 dann aber an den Südkoreaner Park Chan-hee (69) verlor.
"Möge Gott ihn in seiner heiligen Herrlichkeit aufnehmen", nahm Verbandspräsident Mauricio Sulaimán (56) emotional Abschied von Canto.
Plötzlicher Herzinfarkt als Todesursache?
Zur Todesursache gibt es keine offiziellen Angaben. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge sei der Mexikaner am Donnerstagmorgen (Ortszeit) in seiner Geburtsstadt Mérida an den Folgen eines plötzlichen Herzinfarkts gestorben.
Er soll seit Jahren gesundheitlich angeschlagen gewesen sein, darunter mit einer wohl lang bekannten Hirnverletzung.
"Hall of Fame"-Ehre für Box-Ikone Miguel Canto
Zwischen 1969 und 1982 bestritt Canto insgesamt 77 Kämpfe, die allesamt in seiner Heimat ausgetragen wurden. Dabei errang er Fighter 61 Siege, davon 15 durch K.o., und gehört damit gemeinsam mit Pascual Pérez aus Argentinien (†50) sowie dem Waliser Jimmy Wilde (†76) zu den größten seiner Klasse in der Geschichte.
1992 beendete Canto seine beeindruckende Karriere, die 1998 mit der Aufnahme in die "Hall of Fame" des internationalen Boxens offiziell gewürdigt wurde.
Titelfoto: X, Eduardo Ronco
