Darts-WM: Gabriel Clemens nach echtem Krimi im Achtelfinale

London - Der deutsche Darts-Profi Gabriel Clemens (39) hat einen Krimi bei der WM in London für sich entschieden und steht zum zweiten Mal im Achtelfinale. Am Dienstagabend bezwang der 39 Jahre alte Saarländer den Waliser Jim Williams (38) in einem hochklassigen und dramatischen Match mit 4:3. Er hat damit ein Preisgeld von 35.000 Pfund (knapp 40 000 Euro) sicher.

Gabriel Clemens (39) aus Deutschland behielt gegen den Waliser Jim Williams die Oberhand.
Gabriel Clemens (39) aus Deutschland behielt gegen den Waliser Jim Williams die Oberhand.  © Steven Paston/PA Wire/dpa

"Ich war eigentlich tot, habe es dann irgendwie geschafft, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Ich habe ein paar gute Momente gehabt", sagte der überwältigte Clemens in einer ersten Reaktion bei DAZN.

Als der finale Pfeil im Bullseye landete, freute sich der Deutsche ausgelassen und schwang die Faust auf der größten Darts-Bühne der Welt.

"Es war mit Sicherheit eins der sehr guten Spiele. Ob es besser war als das, was ich vorher gespielt habe, weiß ich nicht. Vom Kämpferischen war es eine gute Leistung", sagte Clemens.

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Der "German Giant" hat nach dem gerade so abgewendeten Aus die Chance, in seinem Achtelfinale gegen Danny Noppert (Niederlande) oder Alan Soutar (Schottland) als erster Deutscher in der WM-Historie ins Viertelfinale einzuziehen.

Die Partie ist noch nicht terminiert, findet aber noch vor dem Jahreswechsel statt.

Erstaunlich großer Anteil deutscher Fans unterstützte Gabriel Clemens im Alexandra Palace

Jim Williams (38) hatte sogar einen Matchdart, doch es reichte nicht zum Sieg.
Jim Williams (38) hatte sogar einen Matchdart, doch es reichte nicht zum Sieg.  © Steven Paston/PA Wire/dpa

Auch Martin Schindler (26) hat noch Chancen aufs Achtelfinale, er trifft am Mittwoch auf den Engländer Michael Smith.

Clemens bekam im Alexandra Palace von Anfang an die Unterstützung der rund 3000 Fans, die zu einem erstaunlich großen Teil aus Deutschland waren. "Oh wie ist das schön" erklang schon vor Spielbeginn.

"Man hat das definitiv mitbekommen. Es sind 750 Karten nach Deutschland gegangen, die machen da einen ganz schönen Radau", lobte Clemens. Und die deutsche Nummer eins trug dann mit einem starken Start zur Stimmung bei. Er gewann den ersten und den dritten Satz, sein spektakuläres Finish von 157 Punkten begeisterte das Publikum.

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Doch das Spiel blieb offen, weil der Waliser Williams nach dem Überraschungssieg über Ex-Europameister James Wade erneut überzeugte. Im vierten Satz vergab Clemens zwei Darts auf eine 3:1-Führung, der leichte Außenseiter glich erneut aus. Williams übernahm die Kontrolle und hatte sogar einen Matchdart, aber dann kippte das Spiel und Clemens gewann doch noch.

Titelfoto: Steven Paston/PA Wire/dpa

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