Formtief hat gute Gründe: Trauriger Verlust beschäftigt Darts-Star noch immer

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Drayton Bassett (England) - Innerhalb weniger Jahre hat sich Callan Rydz (27) fast aus dem Nichts in die Darts-Weltspitze katapultiert, doch aktuell steckt der Engländer in einer Formkrise. Ein privater Rückschlag nimmt "Riot" immer noch mit und scheint sich auch auf sein Spiel auszuwirken.

Callan Rydz (27) macht gerade eine schwierige Phase in seiner Karriere durch.
Callan Rydz (27) macht gerade eine schwierige Phase in seiner Karriere durch.  © John Walton/PA Wire/dpa

"Das Schwierigste ist, wenn ich schlecht spiele und verliere, juckt es mich eigentlich gar nicht", gestand der 27-Jährige am Donnerstag im Rahmen eines Benefiz-Golfturniers. "Ich war früher ein Heißsporn, aber jetzt kümmert es mich nicht und das ist natürlich keine gute Einstellung."

Während der letzten Weltmeisterschaft im vergangenen Dezember starb der Großvater des Pfeilwerfers nach schwerer Krankheit. Der Verlust ging ihm sehr nahe, beim Drittrundenaus gegen Josh Rock (25) kämpfte Rydz sichtlich mit seinen Emotionen.

Vom Kontrahenten gab es damals rührende und unterstützende Worte, doch seitdem schwanken die Leistungen des Profis aus Newcastle enorm.

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"Ich bin anständig in das Jahr gestartet, weil ich nicht zu viel darüber nachgedacht habe. Aber wenn ich jetzt beispielsweise meine Mutter besuche, befindet sich das Haus meines Opas in derselben Straße", erklärte Rydz.

"Ich gehe nicht mehr oft rein, obwohl mein Onkel noch dort wohnt, aber es ist ein Haus, in dem ich so viel Zeit verbracht habe und ihn so oft besucht habe, und jetzt starre ich es einfach nur an", beschrieb der Brite seine Gefühlslage. "Es ist eine dunkle Zeit, aus der ich hoffentlich gestärkt hervorgehe."

Callan Rydz ist von seinem Talent überzeugt

Kann Callan Rydz (27) das Ruder bald wieder herumreißen?
Kann Callan Rydz (27) das Ruder bald wieder herumreißen?  © Alberto Pezzali/AP/dpa

Rydz weiß jedoch, was es braucht, um seine Karriere wieder in die richtige Richtung zu lenken.

"Ich bin unter die Top 30 der Welt gekommen, ohne viel zu trainieren. Ich investiere die Zeit nicht und das fällt mir jetzt auf die Füße", verriet der Darts-Profi. "Also will ich zu Hause jetzt mehr trainieren, mehr Turniere spielen."

Von seinem Können ist er nämlich überzeugt: "Das Spiel ist da, ich bin talentiert genug. Natürlich möchte ich mir nicht selbst auf die Schulter klopfen, aber ich kann einen Average von 110 bis 115 spielen, auch wenn mir gerade die Konstanz fehlt."

Titelfoto: John Walton/PA Wire/dpa

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