Berliner Jahn-Sportpark: Steht das neue Projekt wieder vor dem Aus?

Berlin - Als Ziel war ein Bauende bis 2027 festgelegt. Nun sollen die Kosten für Abriss und Neubau des Jahn-Sportparks deutlich in die Höhe geschossen sein. Ist somit Schluss mit dem neuen Bauvorhaben?

Das Projekt soll mehr als 70 Prozent teurer werden als ursprünglich geplant.
Das Projekt soll mehr als 70 Prozent teurer werden als ursprünglich geplant.  © picture alliance / dpa

Platz für mehr als 20.000 Zuschauer und somit das drittgrößte Stadion Berlins war die Idee hinter dem Neuaufbau des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks im Berliner Ortsteil Prenzlauer Berg.

Wie der Tagesspiegel schreibt, zeigt der Entwurf des Architekturbüros O+M aus Dresden zudem einen lichtdurchfluteten Skywalk und Rollstuhlfahrer-Rampen, die natürlich in die Architektur integriert werden.

Die großartigen Pläne müssen jedoch unterbrochen werden, denn: Das Projekt soll nun mehr als 70 Prozent teurer werden als ursprünglich errechnet. Das führt beim Senat zu der Frage, ob sich Berlin so ein Stadium überhaupt leisten kann.

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Die Abrissarbeiten sind bereits im Gang und sollen bis Mitte 2025 beendet sein. Für den Neubau sind dann zwei Jahre in Planung.

Das wird der Neubau kosten

Vor wenigen Wochen sah das Stadion noch so aus: rappelvoll mit unzähligen Fußballfans.
Vor wenigen Wochen sah das Stadion noch so aus: rappelvoll mit unzähligen Fußballfans.  © Soeren Stache/dpa

Das neue zweit- und drittligataugliche Stadion sollte zu Beginn der Planung noch 97 Millionen Euro plus Abriss kosten.

Mittlerweile liegt alleine der Stadion-Neubau bei 168 Millionen Euro. Hinzu kommen 20 Millionen für den Abriss der alten Arena. Somit müsste das Land Berlin insgesamt 188 Millionen Euro investieren.

Grund für die Preisexplosion sei "die Indexsteigerung der Baupreise im entsprechenden Zeitraum zwischen geprüftem Bedarfsprogramm und zur Prüfung eingereichter Vorplanungsunterlagen", heißt es im Bericht des Tagesspiegels.

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Neben Abriss und Neubau sollen hierzu noch eine Multifunktionshalle, ein Besucherzentrum, ein "Haus der Fußballkulturen" sowie sechs Fußballplätze entstehen. Für diesen dritten Bauabschnitt kommen wieder einige Hundert Millionen Euro auf das Land zu.

Ob der Neubau vor dem Ende steht und wie es mit dem Jahn-Sportpark weitergeht, wird am 12. Juni in der 63. Sitzung des Hauptausschusses behandelt.

Titelfoto: picture alliance / dpa

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