Dritte Liga: Flitzer stürmt auf Schiri zu, Spieler und Ordner greifen ein
Duisburg - Zum Kopfschütteln: Wegen eines Flitzers auf dem Feld ist das Drittliga-Heimspiel des MSV Duisburg gegen den VfL Osnabrück am Dienstag kurzzeitig unterbrochen worden.
Während der Nachspielzeit im mit 24.322 Zuschauern vollen Wedaustadion sorgte ein Anhänger für Aufsehen, als er in Richtung Schiedsrichter Nico Fuchs (31) zustürmte, vermutlich ausgelöst durch die Gelbe Karte, die der 31-Jährige nur wenige Augenblicke zuvor gegen MSV-Keeper Maximilian Braune (22) verhängt hatte, nachdem dieser Osnabrücks Niklas Wiemann (27) für ein Offensivfoul verbal angegangen war.
Offensichtlich verärgert über die Entscheidung des Unparteiischen sprang ein Mann in MSV-Trikot und Fanschal von der Tribüne in den Innenraum und rannte daraufhin im Eiltempo aufs Feld und wollte Fuchs offenbar seine Meinung geigen.
Doch noch bevor er dem Schiri überhaupt etwas sagen konnte, wurde der Flitzer von Braune gestoppt und anschließend den Ordnern übergeben, die ihn dann vom Platz brachten.
MSV-Trainer Hirsch zeigt sich nach Abpfiff verärgert über Flitzer-Aktion
Zu diesem Zeitpunkt führte der MSV durch den Treffer von Florian Krüger (27) in der 30. Minute mit 1:0. Nach einer kurzen Pause wurde die Nachspielzeit noch einmal verlängert, wodurch die Zebras unnötig zittern mussten. Am Ende brachten sie den Sieg jedoch sicher über die Zeit.
Trotz der drei Punkte zeigte sich MSV-Chefcoach Dietmar Hirsch (54) nach Abpfiff der Partie über die Flitzer-Einlage wenig begeistert: "So ist der Ball noch mal im Aus, du stehst noch länger auf dem Platz. Es war sehr, sehr lange. Aber dazu haben wir durch unseren Fan selbst beigetragen."
"Das sollte nicht sein. Ich glaube, das war ein hitziges Spiel von der Emotionalität her. Aber nicht so, dass man auf dem Platz böse war. Es war ein faires, intensives Spiel. Es wäre gut, wenn die Leute dann draußen bleiben", ergänzte der 54-jährige Chefcoach abschließend.
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