Gladbach-Fanprojekt beendet "Schauspiel"-Streit mit Eberl, aber: "Wirkt wie ein Masterplan"

Mönchengladbach/Leipzig - Kehrt jetzt Ruhe ein? Das Fanprojekt Mönchengladbach (FPMG) hat das Kapitel Max Eberl (49) nach dem Zwist der vergangenen Monate zu den Akten gelegt.

Max Eberl (49) hat mit Borussia Mönchengladbach abgeschlossen. Das macht nun scheinbar auch das Fanprojekt FPMG.
Max Eberl (49) hat mit Borussia Mönchengladbach abgeschlossen. Das macht nun scheinbar auch das Fanprojekt FPMG.  © Picture Point/Roger Petzsche

"Für uns ist das Thema abgeschlossen", sagte der FPMG-Vorsitzende Thomas Ludwig der Rheinischen Post: "Alles vollumfassend zu verstehen rund um seinen Rücktritt, kann man von uns kaum erwarten." Es gelte nun, den Blick bei der Borussia nach vorne zu richten.

Die einzige anerkannten Dachorganisation für Gladbach-Fans hatte Eberl im September in einem Offenen Brief unter anderem vorgeworfen, dass der Wechselwunsch zu RB Leipzig schon vor seinem Abgang bei der Borussia vor genau einem Jahr festgestanden habe. Eberl hatte dies vehement zurückgewiesen.

"Es gibt ein chinesisches Sprichwort, das besagt: 'Es gibt drei Wahrheiten - unsere, seine und die Wahrheit'. Wir können nur das schildern, was wir gesehen haben", so Ludwig.

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"Wenn ich sehe, was bei RB in jüngster Zeit alles passiert ist: Für mich ist es schwer nachvollziehbar, dass sich Domenico Tedesco die Rückrunden-Meisterschaft sichert, den Pokal gewinnt und dann innerhalb von zwei Monaten die Mannschaft verliert. Jetzt gibt es die Gerüchte um Rouven Schröder, die es in Gladbach auch schon gab. Das wirkt wie ein Masterplan, dessen Umsetzung Anfang 2022 begonnen hat."

"Schauspielerei" auf Tränen-PK? Fanprojekt ändert Wortwahl in "Inszenierung"

Gladbach-Anhänger hatten Eberl auf Bannern als "Hurensohn" bezeichnet.
Gladbach-Anhänger hatten Eberl auf Bannern als "Hurensohn" bezeichnet.  © Federico Gambarini/dpa

Den im Brief erhobenen Vorwurf der "Schauspielerei" rund um Eberls tränenreiche Pressekonferenz beim Abschied aus Gladbach verbesserte Ludwig in "Inszenierung".

Für das Wiedersehen beider Klubs in der Bundesliga am 11. März erwartet Ludwig keine zusätzliche Brisanz. "Die meisten, mit denen ich spreche, haben mit dem Thema abgeschlossen. Das wird nicht mehr so hochgehalten werden müssen."

Und weiter: "Leipzig wird aufgrund unserer Ablehnung des Konstrukts in jeder Konstellation ein spezielles Spiel bleiben. Die Proteste wird es weiter geben. Dass es wegen Max einen besonderen Bedarf gibt, würde ich verneinen", sagte er.

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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