Ex-Bundesliga-Stürmer mit nur 49 Jahren gestorben

Kinshasa (DR Kongo) - Eine Nation trauert um ihren einstigen Turnier-Helden! Der ehemalige Mittelstürmer Jean-Kasongo Banza, der in der Bundesliga für den VfL Wolfsburg spielte und zudem die Demokratische Republik Kongo vertrat, ist nach Krankheit im Alter von nur 49 Jahren verstorben.

Jean-Kasongo Banza (†49) ging in der Saison 1999/2000 für den VfL Wolfsburg auf Torejagd. (Archivfoto)
Jean-Kasongo Banza (†49) ging in der Saison 1999/2000 für den VfL Wolfsburg auf Torejagd. (Archivfoto)  © IMAGO / Kulich/DKA

Das berichtet das Online-Portal Digitalcongo. Demnach erlag der Ex-Fußballprofi bereits am Freitag in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa den Folgen einer schweren Erkrankung.

Der damals pfeilschnelle Angreifer sorgte vor allem Ende des vergangenen Jahrtausends für Wirbel, als er beim Afrika-Cup 1998 im Spiel um Platz drei mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:4-Anschluss eine furiose Aufholjagd der "Leoparden" gegen Burkina Faso einleitete, die schließlich in einem Sieg im Elfmeterschießen gipfelte.

Daraufhin wechselte der quirlige Offensivakteur aus dem tunesischen Oberhaus nach Wolfsburg, wo er allerdings nie richtig heimisch wurde.

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Zuerst hatte er mit Visa-Problemen zu kämpfen, wodurch sich seine Einreise im Sommer verzögerte. Im darauffolgenden Winter fehlte er der Mannschaft von Trainer Wolfgang Wolf (66) erneut unverhofft, da er wieder eine Einladung für den Afrika-Cup erhielt, seinen Klub aber erst Wochen später darüber informierte.

Nach trotzdem immerhin 16 Einsätzen und zwei Treffern wurde er zur Saison 2000/01 an den MSV Duisburg in die 2. Bundesliga verliehen, um noch mehr Spielpraxis zu sammeln.

Jean-Kasongo Banza stürmte für den VfL Wolfsburg und den MSV Duisburg

Doch der Versuch ging nach hinten los, auch im Ruhrpott wurde Banza nicht glücklich. Die Zebras lösten seinen Leihvertrag bereits im Oktober 2000 nach acht Partien wieder auf.

"Aus familiären Gründen möchte er mit seiner Frau Calvine und Baby Branley wieder im wärmeren Tunesien Fußball spielen" erklärte MSV-Vorstand Helmut Sandrock (67) seinerzeit.

Zurück in Niedersachsen einigte er sich mit den Wölfen anschließend ebenfalls auf eine Trennung und heuerte erneut in Nordafrika an, wo er seine aktive Karriere allerdings bereits 2003 im Alter von nur 29 Jahren beendete.

Titelfoto: IMAGO / Kulich/DKA

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