Längste Amtszeit von allen: Bundesliga-Trainer spricht von Abschied

Heidenheim - Im schnelllebigen Fußballgeschäft ist er die wohltuende Konstante. Seit 2007 ist Frank Schmidt (52) Trainer des 1. FC Heidenheim. Von seinem Heimatverein ist der 52-Jährige kaum wegzudenken, doch nun spricht der besonnene Coach selbst tatsächlich von einem Abschied vom FCH.

Frank Schmidt (52) hat seit dem Jahr 2007 das Traineramt in Heidenheim inne und den FCH bis in den Europapokal geführt.  © Harry Langer/dpa

"Ich werde bald in meiner 20. Saison am Stück beim FCH sein, was mein mutmaßlich letztes Jahr als Trainer in Heidenheim ist", sagte Schmidt gegenüber dem Hamburger Abendblatt.

Das würde bedeuten, dass das Trainer-Urgestein den Heidenheimern nur noch ein Jahr erhalten bleibt, da Schmidts Vertrag Ende 2027 ausläuft.

In trockenen Tüchern ist allerdings noch nichts. "In der Vergangenheit habe ich meinen Vertrag immer frühzeitig langfristig verlängert. So habe ich mich jetzt aber nicht gefühlt", deutet der Coach des Erstliga-Schlusslichts an, dass diesmal etwas anders sei als sonst.

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Hat die erfolglose Erstliga-Saison 2025/26 Spuren hinterlassen? Von 30 Spielen konnten die Kicker von der Brenz nur magere vier gewinnen.

Die Chancen auf den Klassenerhalt sind selbst über den Umweg Relegation nur noch theoretischer Natur. Das Match gegen St. Pauli könnte die allerletzte Ausfahrt in Richtung Liga-Verbleib werden.

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Frank Schmidt führt den 1. FC Heidenheim bis in die Conference League

Mit dem FCH steht Frank Schmidt vor dem Abstieg in die 2. Liga, doch er genießt weiter das Vertrauen der Verantwortlichen.  © Harry Langer/dpa

Was Frank Schmidt in Heidenheim geleistet hat, kann sich definitiv sehen lassen.

Seit seiner Amtsübernahme 2007 hat er den Verein von der 5. Liga bis ins Fußball-Oberhaus geführt. 2024/25 nahmen die Heidenheimer sogar im Europapokal teil, standen unter anderem in der Conference League dem FC Chelsea gegenüber.

Unnötig zu erwähnen, dass er der Coach mit der längsten Amtszeit im deutschen Profifußball ist.

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Momentan sieht es so aus, dass der Klub aus Baden-Württemberg im Sommer einen dicken Umbruch erlebt und dann unter Trainer Schmidt die Rückkehr in die Bundesliga anpeilt.

Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 30 109:29 79
2 Borussia Dortmund 30 61:31 64
3 RB Leipzig 31 62:38 62
4 VfB Stuttgart 30 62:42 56
5 TSG 1899 Hoffenheim 30 59:44 54
6 Bayer 04 Leverkusen 30 60:41 52
7 SC Freiburg 30 44:48 43
8 Eintracht Frankfurt 30 55:57 42
9 FC Augsburg 30 38:54 36
10 1. FSV Mainz 05 30 36:45 34
11 1. FC Union Berlin 31 35:55 32
12 1. FC Köln 30 44:51 31
13 Borussia Mönchengladbach 30 36:50 31
14 Hamburger SV 30 33:48 31
15 SV Werder Bremen 30 35:53 31
16 FC St. Pauli 30 26:51 26
17 VfL Wolfsburg 30 41:66 24
18 1. FC Heidenheim 30 33:66 19

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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