Ex-BFC-Coach hat Grund zur Freude: Steiler Aufstieg mit fadem Beigeschmack?

Berlin - Als er im Sommer 2022 Trainer beim BFC Dynamo wurde, konnte noch niemand ahnen, wie schnell Heiner Backhaus die Karriereleiter hinaufklettern sollte. Am heutigen Mittwoch feiert der aktuelle Coach von Eintracht Braunschweig seinen 44. Geburtstag.

Heiner Backhaus feiert am 4. Februar seinen 44. Geburtstag.
Heiner Backhaus feiert am 4. Februar seinen 44. Geburtstag.  © Robert Michael/dpa

Der eigene Geburtstag ist in der Regel ein Grund zur Freude. Dass sich der 44-Jährige viel darauf konzentrieren kann, darf zumindest angezweifelt werden.

Sein Fokus dürfte auf der Matchvorbereitung für Sonntag liegen. Dann tritt er mit seinem Team in der 2. Bundesliga bei Arminia Bielefeld an - knallharter Abstiegskampf auf der Alm.

Backhaus selbst ist ein absolut charismatischer Typ, der gern vorangeht und sich selbst in die Pflicht nimmt.

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Trotz dieser positiven Ausstrahlung eckte er auf seinem Weg in die zweithöchste Spielklasse nicht nur einmal an. Seine Anstellung und sein Abgang beim BFC sowie sein Wechsel von Alemannia Aachen zu Braunschweig verliefen allesamt nicht geräuschlos.

Irgendwie sorgten seine jüngsten Karriereschritte jeweils für Trubel - ein Aufstieg mit fadem Beigeschmack.

Heiner Backhaus löste immer wieder Fan-Frust aus

Von seinem Wechsel von Alemannia Aachen zu Eintracht Braunschweig waren nicht alle begeistert.
Von seinem Wechsel von Alemannia Aachen zu Eintracht Braunschweig waren nicht alle begeistert.  © Swen Pförtner/dpa

Kurios: Im Sommer 2022 verkündeten die Sportfreunde Lotte nicht gerade begeistert die Unterschrift von Backhaus beim Berliner Fußballclub. Zuvor hatte man sich selbst mit dem Übungsleiter geeinigt, ehe er sich doch noch anders entschied.

Seine Amtszeit in Berlin verlief ordentlich: sechster Platz in der Saison 2022/23 und ein ordentlicher Start mit zehn Punkten aus fünf Regionalliga-Partien in der darauffolgenden.

Trotzdem wollte er zur Alemannia. Das Ende vom Lied? Der DDR-Rekordmeister stellte ihn nach 55 gemeinsamen Pflichtspielen wegen "vereinsschädigendem Verhalten" frei. Was genau zwischen Backhaus und den Dynamo-Verantwortlichen vorgefallen war, bleibt ungewiss.

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Klar ist aber, dass der bekennende Pressing-Fan auch in Aachen nicht allzu lange auf dem Trainerstuhl Platz nahm. Dort waren es immerhin 77 Partien, man feierte sogar gemeinsam den Aufstieg in die 3. Liga und packte in der vergangenen Saison den Klassenerhalt. Alles schien zu passen, bis die zweite Liga lockte und der Coach zur Eintracht nach Braunschweig wechselte.

Das erzürnte einige Aachener nicht nur wegen des sportlichen Verlusts, sondern vor allem wegen vorheriger Liebesbekundungen ihres jetzigen Ex-Trainers.

Heiner Backhaus hatte in seiner Karriere einmal mehr einen Schritt nach vorn gemacht und dabei einige Fußballromantiker enttäuscht. So ist das Geschäft wohl einfach.

Titelfoto: Bildmontage: Swen Pförtner/dpa, Robert Michael/dpa

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