Jürgen Klopp feiert "speziellen" Hattrick-Rekord: "Normalerweise trinken wir ein Bier"

Glasgow - Nach dem grandiosen 7:1 des FC Liverpool gegen die Glasgow Rangers in der Champions League hätte Jürgen Klopp (55) am liebsten alle seine Profis gelobt - aber natürlich lag das Interesse vor allem auf dem Rekord-Hattrick-Schützen Mohamed Salah (30).

Mohamed Salah (30) avancierte nach seiner Einwechslung zum Matchwinner und Rekordbrecher.
Mohamed Salah (30) avancierte nach seiner Einwechslung zum Matchwinner und Rekordbrecher.  © Steve Welsh/PA Wire/dpa

Drei Tore in sechs Minuten und zwölf Sekunden, das gab es in der Geschichte der Königsklasse noch nie.

"Speziell. Typischer Mo", sagte Klopp nach dem wichtigen Sieg der zuletzt alles andere als überzeugenden Reds. "Das ganze Ding war sehr wichtig."

Und er fügte an: "Das ist offensichtlich ein außergewöhnliches Ergebnis und wir alle wissen das und sollten nicht mehr daraus machen, aber es ist das Beste, was wir uns hätten wünschen können, und deswegen bin ich sehr zufrieden."

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Lediglich neun Ballkontakte brauchte der ägyptische Nationalstürmer nach seiner Einwechslung für die Tore in der 75. Minute, 80. Minute und 81. Minute.

Roberto Firmino (31, 24. Minute/ 55.) traf zuvor bereits doppelt für die Reds, nachdem Scott Arfield (33, 17.) den schottischen Rekordmeister in Führung gebracht hatte.

Darwin Núñez (23, 66.) erhöhte, ehe Salah seinen Auftritt hatte und Harvey Elliott (19, 87.) den Endstand erzielte.

Bemerkenswert: Alle drei Tore für Salahs Hattrick bereitete Diogo Jota (25) vor - das gab es laut dem Datendienstleister Opta nicht mehr, seit Franck Ribéry (39) seinem Teamkollegen Mario Gomez (37) im März 2012 alle Treffer bei dessen Hattrick für den FC Bayern München gegen den FC Basel auflegte.

Finden Jürgen Klopp und der FC Liverpool jetzt zurück in die Erfolgsspur?

Kann endlich wieder lächeln: Jürgen Klopp (55) und seiner Mannschaft gelang am Mittwochabend der Befreiungsschlag.
Kann endlich wieder lächeln: Jürgen Klopp (55) und seiner Mannschaft gelang am Mittwochabend der Befreiungsschlag.  © Rui Vieira/AP/dpa

Die Stimmung in der Kabine Liverpools war jedenfalls gut. "Normalerweise trinken wir ein Bier nach Auswärtsspielen, aber das ist so lange her, dass ich wahrscheinlich nach einem schon betrunken bin", sagte Klopp vor dem wichtigen Premier-League-Duell mit Manchester City.

"Es hat die Stimmung ganz sicher verändert und das ist gut, aber wir wissen alle, wen wir am Sonntag in Anfield willkommen heißen, und das wird ein anderes Spiel", erklärte er. "Aber es ist besser in so ein Spiel zu gehen mit dem Gefühl, das wir heute Abend haben, als mit irgendeinem anderen."

Nach dem schlechtesten Saisonstart seit zehn Jahren für die Truppe von der Merseyside sahen britische Medien in der Partie in Glasgow eine Wende.

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"Als ob ein Fingerschnippen all ihre Qualitäten auf magische Weise wieder auftauchen ließ", schrieb der Telegraph.

"Selbstvertrauen ist seit einer Weile ein Problem dieser Mannschaft", erinnerte der Guardian, "wenn sich das nach dem Rekordsieg gegen die Rangers nicht verbessert, dann dürfte selbst der Liverpool-Coach dafür keine Lösung mehr parat haben."

Titelfoto: Rui Vieira/AP/dpa, Steve Welsh/PA Wire/dpa

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