Blitz-Rot bei Pokal-Sensation! Bayern-Schreck Saarbrücken fiedelt Peinlich-Eintracht ab

Saarbrücken - Die DFB-Pokal-Traumreise des FC Saarbrücken geht weiter! Auf überzeugende Art und Weise kegelten die Saarländer nach dem FC Bayern auch die Frankfurter Eintracht aus dem Wettbewerb und stehen nach dem hochverdienten 2:0 (0:0)-Heimerfolg im Viertelfinale.

Da freute sich der FC Saarbrücken für kurze Zeit. Nach 20 Minuten nickte Kai Brünker (M.) zur Führung ein. Sein Treffer wurde jedoch durch den VAR einkassiert.
Da freute sich der FC Saarbrücken für kurze Zeit. Nach 20 Minuten nickte Kai Brünker (M.) zur Führung ein. Sein Treffer wurde jedoch durch den VAR einkassiert.  © Uwe Anspach/dpa

Nicht nur, dass der Drittligist dem Europa-League-Sieger von 2022 vom Start weg mächtig Dampf machte - zudem sorgten die Hausherren auch für den ersten Treffer der Partie. Nach einer Ecke stand Kai Brünker im Fünfmeterraum goldrichtig und nickte ein (20. Minute).

Ein Foul von Amine Naifi an Robin Koch sorgte jedoch dafür, dass der VAR das Tor kassierte (21.). Ein wirklicher Wachrüttler war das für die SGE jedoch vorerst nicht. Neben viel - und vor allem ergebnislosem - Klein-Klein fiel besonders negativ auf: Der Eintracht gelang in Person von Niels Nkounkou erst in der 37. Minute der erste Abschluss aufs Tor.

Davor und danach gab es absolut nichts Nennenswertes zu beobachten, was wiederum aber durchaus für den klaren Außenseiter sprach. Der hätte praktisch mit dem Pausenpfiff sogar doch noch die Führung gegen die schläfrige Eintracht besorgen können. Jedoch konnten weder Manuel Zeitz noch Brünker die Überraschung nach einem schnellen Freistoß nicht nutzen (45.).

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Und auch zum Start in den zweiten Spielabschnitt wirkte der haushohe Favorit nach lange nicht so, als hätte er den Ernst der Lage so recht begriffen. Viel zu ausrechenbar verpufften sämtliche halbgaren Bemühungen der Adlerträger im Ansatz.

Eintracht Frankfurt verzweifelt an charakterstarken Saarbrückern und scheidet vollkommen verdient aus

Maskenmann Brünker durfte im zweiten Spielabschnitt aber nochmals ran - und verwandelte diesmal regelkonform zum zwischenzeitlichen 1:0.
Maskenmann Brünker durfte im zweiten Spielabschnitt aber nochmals ran - und verwandelte diesmal regelkonform zum zwischenzeitlichen 1:0.  © Uwe Anspach/dpa

Fast schon bezeichnend war es, dass ein Zufallsprodukt für die größte Gäste- wenn nicht sogar Gelegenheit des Spiels bis hierhin sorgte. Nach einigem Gewusel im FC-Strafraum war plötzlich der eingewechselte Aurelio Buta da, der einen wuchtigen Schuss jedoch ans Quergebälk donnerte (61.).

Das kurze Aufbäumen wurde aber direkt von den Saarländern bestraft. Nach einem langen Abschlag von Keeper Tim Schreiber landete die Pille über Naifi schließlich erneut bei Brünker, der erneut und überaus sehenswert traf - diesmal jedoch regelkonform (64.). Die Führung für den FCS war mehr als verdient.

Aber auch hieraus lernten die Frankfurter nicht.

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Stattdessen reihten sich weitere technische Unsauberkeiten munter aneinander - was der Drittliga-Elfte dankend annahm. Nach etlichen Ballverlusten der Frankfurter Verteidiger schnappte sich schließlich Marcel Gaus das Leder und flankte es auf den bärenstarken Brünker.

Per unkonventioneller Gesichtsablage brachte er Luca Kerber in Schussposition, die der abgeklärt zum 2:0 nutzte (78.). Nach einem Tritt von hinten in die Wade gab es wenige Zeigerumdrehungen später noch glatt Rot gegen Frankfurts Pflichtspieldebütant Noel Futkeu, der zuvor erst fünf Minuten auf dem Platz gestanden hatte (83.).

Es sollte Schlusspunkt eines insgesamt überaus blamablen Auftritts des Bundesligisten gewesen sein. Währenddessen gab es auf Seiten der Saarbrücker nach dem Abpfiff - verdientermaßen - kein Halten mehr.

DFB-Pokal-Achtelfinale: FC Saarbrücken gegen Eintracht Frankfurt - die Statistiken zum Spiel

1. FC Saarbrücken - Eintracht Frankfurt 2:0 (0:0)

1. FC Saarbrücken: Schreiber - Thoelke (49. Boeder), Zeitz, Uaferro - Rizzuto, Kerber, Sontheimer (85. D. Becker), Gaus - Rabihic (65. Stehle) - Naïfi (65. Biada), Brünker (85. Günther-Schmidt)

Eintracht Frankfurt: Trapp - Tuta, R. Koch (86. Smolcic), Pacho, Max (46. Ferri) - Hasebe (77. Larsson) - Dina Ebimbe (46. Buta), Chaïbi, M. Götze (77. Futkeu), Nkounkou - Marmoush

Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin)

Zuschauer: 15.903 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Brünker (64.), 2:0 Kerber (78.)

Gelbe Karten: D. Becker (1) / Max (1), Dina Ebimbe (1)

Rote Karten: - / Futkeu (83./Tätlichkeit)

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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