Wird einer dieser drei Weltmeister der neue Sportdirektor beim DFB?

Frankfurt/Main - Gemeinsam wurden sie unsterblich, als sie im Sommer 2014 den WM-Titel in Brasilien holten. Verhilft einer von ihnen dem Deutschen Fußball-Bund nach schwierigen Jahren nun wieder zu neuem Glanz?

Per Mertesacker (38) hat von den drei Genannten die meiste Erfahrung vorzuweisen. Er leitet seit 2018 die Nachwuchs-Akademie des FC Arsenal.
Per Mertesacker (38) hat von den drei Genannten die meiste Erfahrung vorzuweisen. Er leitet seit 2018 die Nachwuchs-Akademie des FC Arsenal.  © Bernd Thissen/dpa

Die ehemaligen deutschen Nationalspieler Per Mertesacker (38), Sami Khedira (35) und Benedikt Höwedes (34) sollen heiße Kandidaten für den neuen Sportdirektor-Posten neben Rudi Völler (62) sein.

Der zuletzt bei Bayer Leverkusen tätige Funktionär soll vor allem das angekratzte Image des DFB und der Auswahl nach den schwachen Auftritten bei den großen Turnieren seit 2016 wieder aufpolieren.

Völler war schon immer ein Sympathieträger, ist ein exzellenter Fußballfachmann und soll die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, um das Team von Trainer Hansi Flick (57) in Ruhe arbeiten zu lassen.

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Doch das nach dem enttäuschenden Aus bei der WM-Vorrunde in Katar gebildete Expertengremium des Verbandes weiß auch, dass Völler nicht mehr der Jüngste ist, seine Verpflichtung eine kurzfristig wirksame Maßnahme, aber keine für die Zukunft ist.

Darum soll dem Mann mit dem grauen Haar ein junger, zweiter Sportdirektor an die Seite gestellt werden. Und hier bringt der Kicker eben diese drei Namen ins Spiel.

Nach dem Weggang von Oliver Bierhoff vor allem Sorge um die DFB-Nachwuchsakademie

Sami Khedira (35, Foto) hat mit Alexander Wehrle (47) einen großen Fürsprecher beim DFB sitzen.
Sami Khedira (35, Foto) hat mit Alexander Wehrle (47) einen großen Fürsprecher beim DFB sitzen.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Nach dem Weggang von Teammanager Oliver Bierhoff (54) sorgen sich die Führungsspitze, aber auch Flick um die Weiterführung der DFB-Akademie. Bei deren Aufbau und Entwicklung war Bierhoff federführend, nun klafft ein großes Loch in diesem Bereich.

Einer, der mit Nachwuchsakademien Erfahrung hat, ist Mertesacker. Seit Herbst 2018 ist der Kult-Verteidiger ("Eistonne!") beim FC Arsenal in London als Leiter einer Akademie im Nachwuchs tätig.

Fast zeitgleich wurde er von Bierhoff in den Expertenbeirat des DFB berufen. Nach seiner Tätigkeit beim Streamingportal DAZN überzeugt er seit September 2020 als Experte beim ZDF. Auch zur WM 2022 in Katar lieferte er wieder präzise Analysen und legte oft den Finger in die Wunde.

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Für ihn spricht, dass er die meiste Erfahrung im Nachwuchsbereich aufweisen kann, zudem bereits seit 2018 beim DFB involviert ist.

Neben ihm fallen aber auch die Namen Khedira und Höwedes. Khedira ist seit Sommer 2022 bei seinem Ex-Klub VfB Stuttgart als Berater tätig, auch er war bei der ARD WM-Experte. Kicker sieht für ihn vor allem in Alexander Wehrle (47) einen Fürsprecher.

Benedikt Höwedes (34, r.) ist schon seit 2021 im Team-Management der Nationalmannschaft tätig. Hier bei der WM mit seinem ehemaligen Chef Oliver Bierhoff (54, l.).
Benedikt Höwedes (34, r.) ist schon seit 2021 im Team-Management der Nationalmannschaft tätig. Hier bei der WM mit seinem ehemaligen Chef Oliver Bierhoff (54, l.).  © Tom Weller/dpa

Benedikt Höwedes ist schon seit 2021 bei der Nationalmannschaft tätig

Denn der Funktionär ist sowohl Vorstandsvorsitzender bei den Schwaben als auch Aufsichtsratschef bei der DFB GmbH & Co. KG.

Höwedes arbeitet bereits beim DFB, ist seit 2021 im Team-Management der Nationalmannschaft tätig, war in dieser Rolle bei der WM im November dabei.

Schon in vier Wochen will der Fußball-Bund laut dem Kicker Sportmagazin einen Mann für den wichtigen Zukunftsposten gefunden haben.

Titelfoto: Bildmontage: Bernd Thissen/dpa, Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa , Guido Kirchner/dpa

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