EM-Song "Fire" ist da! Fans feuern mit Kritik, Sängerin Leony: "Lässt mich kalt"

München - Der offizielle UEFA-Song zur Fußball-Europameisterschaft ist da. In der Nacht zum Freitag wurde "Fire" veröffentlicht. Mit dabei ist die gebürtige Bayerin Leonie Burger (26), besser bekannt unter ihrem Künstlernamen "Leony".

Sängerin Leonie "Leoniy" Burger (26) ist – trotz aller Kritiken – stolz darauf, den offiziellen UEFA-Song zur EM in Deutschland mitgestaltet zu haben.
Sängerin Leonie "Leoniy" Burger (26) ist – trotz aller Kritiken – stolz darauf, den offiziellen UEFA-Song zur EM in Deutschland mitgestaltet zu haben.  © Jörg Carstensen/dpa

Zusammen mit US-Band OneRepublic und dem italienischen Dance-Trio Meduza entstand diese Progressive-House-Nummer, die bei der Heim-EM im Sommer auch nach Toren im Stadion angespielt werden.

Für die 26 Jahre alte Sängerin bringt der Song zwei unterschiedliche Emotionen mit sich.

Vorherrschend dabei ist jedoch die Begeisterung der in Cham in der Oberpfalz geborenen Musikerin: "Für mich war die Anfrage eine Riesensache, natürlich auch, weil ich aus einer fußballverrückten Familie komme", berichtet sie der Deutschen Presseagentur.

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"Ich bin quasi an der Seitenlinie der Fußballplätze aufgewachsen. Meine Familie, auch meine Brüder, sind natürlich unheimlich stolz auf mich."

An dieser Stelle könnte die Geschichte vorbei sein. Doch es fehlt ja noch die andere Emotions-Seite. Und deren Quelle findet sich – wie so oft heutzutage – in den Kommentarspalten der sozialen Medien. Zumindest bei den deutschsprachigen EM-Fans.

Denn die User haben bereits im März, nachdem die Nachricht zu dem Song verkündet wurde, Hasskommentare veröffentlicht, die sie erhielt. Im Kommentarbereich versuchte sie zudem, den Kritikern die Situation zu erklären.

"Fire" – Das ist der offizielle UEFA-Song zur EM in Deutschland

Fan-Wut auf Sängerin: "Lässt mich mittlerweile kalt"

Die deutschen Fußball-Fans fiebern der Heim-EM ab dem 14. Juni entgegen. Nur bei der Torhymne hätten sie Änderungswünsche.
Die deutschen Fußball-Fans fiebern der Heim-EM ab dem 14. Juni entgegen. Nur bei der Torhymne hätten sie Änderungswünsche.  © Kay Nietfeld/dpa

Häufige Kritik: Warum der Song bei einer EM in Deutschland auf Englisch sein muss. "Das ist ja nicht meine Entscheidung. Dass die offizielle Hymne auf Englisch gesungen wird, ist aber etwas völlig Normales. Deshalb empfinde ich die Diskussion als etwas schwierig", erklärte Leony.

Verglichen haben die User die Situation oft mit der Heim-WM 2006 und dem Grönemeyer-Song "Zeit, dass sich was dreht".

Das allerdings war "nur" die WM-Hymne. Der offizielle WM-Song der FIFA damals war – wir erinnern uns – das Lied "The Time of Our Lives" (von Il Divo und Toni Braxton). Also auch englisch. Wollen aber viele offenbar nicht akzeptieren.

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Zwischen offizieller Hymne und offiziellem Turnier-Song gibt es einen Unterschied. Deutlich wird das bei der Südafrika-WM 2010 mit den beiden Chart-Hits "Wavin' Flag" von K'Naan (offizielle Hymne) und "Waka Waka" von Shakira (offizieller Song).

"Ich verstehe nicht, wie man so viel Hass auf einen Song und auf mich haben kann. Aber es lässt mich mittlerweile kalt, weil ich mich unheimlich auf die EM freue und mich geehrt fühle, für den Song mit so tollen Künstlern zusammenarbeiten zu dürfen", hat Leony derartige Reaktionen inzwischen auf die emotionale Blockierliste gesetzt.

Schon seit einiger Zeit machen sich viele Fans bereits stark dafür, "Major Tom" von Peter Schilling als deutsche Torhymne zu bewerben. Die UEFA hat sich jedoch, wie zu erwarten war, für den offiziellen EM-Song entschieden.

Titelfoto: Jörg Carstensen/dpa

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