Blank gezogen: Spieler gehen aus Protest gegen die Fußball-WM nackt auf den Platz

Essen - Aus Protest gegen die umstrittene Fußball-Weltmeisterschaft in Katar ist die "deutsche NACKTionalmannschaft" am Samstag in Essen unbekleidet auf den Platz gegangen.

Eine Spielerin der NACKtionalmannschaft kämpft beim Spiel gegen die Ballfreunde Bergeborbeck.
Eine Spielerin der NACKtionalmannschaft kämpft beim Spiel gegen die Ballfreunde Bergeborbeck.  © Roberto Pfeil/dpa

Einen Tag vor dem offiziellen WM-Eröffnungsspiel sei die Nacktheit "als Symbol für Freiheit" zu verstehen, betonte Aktionskünstler Gerrit Starczewski (36) seine Initiative. Deshalb spielten alle Mitglieder des Teams ohne Kleidung.

Auf die Rücken der nackten Spieler und Spielerinnen waren große Buchstaben gemalt, die zusammen die Worte "BOYCOTT QATAR" ergaben, zu deutsch: "Katar-Boykott".

Mit dem "Kunst-Fußball-Spiel", bei dem die NACKTionalmannschaft gegen die "Pottoriginale All Stars" spielte, forderten die Teilnehmer angesichts von Menschenrechtsverletzungen in dem Emirat einen Boykott der Spiele.

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Zudem zeigten sich die Spieler der Mannschaft enttäuscht, dass sich kein Nationalspieler gegen die WM ausgesprochen hat. Ihr Projekt soll daher auf die Missstände in Katar aufmerksam machen.

Die Spieler tragen auf dem nackten Rücken große gemalte Buchstaben, die zusammen "BOYCOTT QATAR" ergeben.
Die Spieler tragen auf dem nackten Rücken große gemalte Buchstaben, die zusammen "BOYCOTT QATAR" ergeben.  © Roberto Pfeil/dpa
Initiiert wurde das Projekt - eine Kombination aus Fußball und Kunst - vom Aktionskünstler Starczewski (36).
Initiiert wurde das Projekt - eine Kombination aus Fußball und Kunst - vom Aktionskünstler Starczewski (36).  © Roberto Pfeil/dpa

Das Motto der Aktion lautete: "Das System ist krank - wir ziehen blank". Anstoß war gegen 15.30 Uhr in Bergeborbeck.

Titelfoto: Roberto Pfeil/dpa

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