Fußball-WM, aber kein Public Viewing in Bayerns größten Städten
Von Rebecca Preuß
München - In München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Ingolstadt wird es zur Fußball-Weltmeisterschaft in diesem Jahr keine offiziellen Fanfeste geben.
Das liege vor allem an abnehmendem Interesse, erklärt ein Sprecher der Olympiapark München GmbH.
"Wir hatten ein paar erfolgreiche Anfangsjahre. Ab 2006 gab es einen echten Boom."
Doch schon 2014 sei der Ansturm - trotz des deutschen Titelgewinns - nicht derselbe gewesen.
"Public Viewings gibt es heute ja im Prinzip in jedem Biergarten. So erklären wir uns zumindest das schwindende Interesse."
2016 fand im Münchner Olympiapark das letzte Public Viewing anlässlich eines großen Fußballturniers in einem anderen Land statt.
Zudem erschwert in diesem Jahr der Austragungsort ein Public Viewing der WM. In Regensburg lägen derzeit zwei Anfragen von Gaststätten bezüglich einer Übertragung der WM-Spiele vor.
Zeitverschiebung sorgt für Probleme
"Aufgrund der späten Übertragungszeiten durch die Zeitverschiebung und der ausstehenden Verordnung des Bundes kann eine Genehmigung derzeit jedoch noch nicht erfolgen", so eine Sprecherin. Nötig ist eine solche Verordnung unter anderem wegen der Regeln zum Lärmschutz.
In Mexiko-Stadt findet am 11. Juni das Eröffnungsspiel der Fußball-WM statt. Bis zum 19. Juli treten in diesem Jahr 48 Nationalmannschaften in Stadien in den USA, Kanada und Mexiko gegeneinander an.
Wegen der Zeitverschiebung ist etwa der Anstoß des Spiels Ecuador gegen Deutschland für uns um 22 Uhr geplant.
Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa
