Kurioser WM-Werbespot im ZDF: Was steckt hinter dem Anti-FIFA-Clip in der Trinkpause?

USA - Wer am Freitagmorgen früh aufgestanden ist, um das WM-Sechzehntelfinale zwischen der Schweiz und Algerien im ZDF zu sehen, dürfte während der "Hydration Break" nicht schlecht gestaunt haben.

Während der Trinkpause im WM-Spiel zwischen der Schweiz und Algerien spielte das ZDF plötzlich einen kuriosen Werbespot ab.  © Lindsey Wasson/AP/dpa

Denn zwischen den Hochglanz-Spots der "klassischen" Werbepartner während der Trinkpause tauchte plötzlich ein wohl mit dem Handy aufgenommenes Hochkant-Video in einem Auto auf.

"So, geehrtes ZDF-Publikum, ich habe nur 15 Sekunden, denn diese Spots sind arschteuer", rattert der im Auto sitzende Mann herunter. "Liebe Grüße an die FIFA, WM wird jedes Jahr besser. Diese Werbepausen, äh, Trinkpausen auch super für die Wirtschaft, äh, für den Sport."

Für nicht einmal eine Sekunde hält er schließlich eine Getränkedose in die Kamera: "So, wie viel habe ich noch? Ach so ja, kauft mal bitte ...", dann bricht der Spot ab.

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Protest gegen die Trinkpausen in einem Werbespot in der Trinkpause! Doch wer steckt hinter der Aktion?

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Der Werbespot im Video

WM 2026: HandOfBlood nimmt Trinkpausen aufs Korn

Der Streamer HandOfBlood nahm die Hydration Break zum Anlass, um gegen die FIFA zu schießen.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Bei dem Mann handelt es sich um einen der bekanntesten Streamer Deutschlands, Maximilian Knabe (33) alias HandOfBlood, der nicht nur Let's Plays produziert, sondern auch großer Fußballfan ist und mit Eintracht Spandau sogar einen eigenen Verein gegründet hat, der zunächst im E-Sport und inzwischen auch im Hallenfußball antritt.

Den Gag samt Kritik an der FIFA ließ sich "Hänno" dabei einiges kosten: Nach eigenen Angaben zahlte der Streamer tatsächlich einen fünfstelligen Betrag für die "Scheiße", und erklärte seinen Gedankengang hinter dem Clip.

"Es gibt ja jetzt Trinkpausen, und um die zu überbrücken, wird dann halt ein bisschen Werbung geschaltet. Und wir dachten uns, lass doch mal auch Werbung schalten. Wir haben dann überlegt, was können wir da machen, wir müssen schon auch den ganzen Bums ein bisschen kritisieren. Heraus kam ein überragender Spot, wie ich finde, da wurden, glaube ich, alle wichtigen Punkte angesprochen", witzelte der 33-Jährige.

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Zumindest ein bisschen Ernst steckte hinter dem Werbespot aber doch: Die Dose, die er in die Kamera hielt, stammt von seiner eigenen Marke Knabe Drinks.

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