Massenweise Verletzungen in Katar? Gewerkschaft warnt, es könnte schmerzhaft werden

Doha (Katar) - Die internationale Spielergewerkschaft FIFPro hat vier Tage vor dem WM-Eröffnungsspiel in Katar erneut vor einem erhöhten Verletzungsrisiko für die Spieler gewarnt.

Ein Betreuer kümmert sich um einen verletzten Spieler. Werden wir solche Szenen oft in Katar zu sehen bekommen?
Ein Betreuer kümmert sich um einen verletzten Spieler. Werden wir solche Szenen oft in Katar zu sehen bekommen?  © David Inderlied/dpa

Demnach zeige die Studie "FIFA World Cup 2022: The Player Workload Journey" auf, wie wenig Zeit den Profis zwischen den vorerst letzten Spielen in den nationalen Ligen und dem Beginn der WM bleibe.

"Nach einer vollgepackten ersten Hälfte der laufenden Ligasaison wird die durchschnittliche Vorbereitungs- und Erholungszeit für viele Spieler sieben bis acht Tage betragen, etwa viermal weniger als üblich", so die FIFPro.

Dies werde "wahrscheinlich das Risiko von Muskelverletzungen und psychischem Stress erhöhen", heißt es weiter.

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Zudem nehmen mehrere Top-Ligen bereits wenige Tage nach dem WM-Endspiel (18. Dezember) wieder ihren Betrieb auf. In der englischen Premier League rollt nur acht Tage nach dem Finale wieder der Ball.

Nach der Weltmeisterschaft 2018 in Russland hatte die Pause 26 Tage betragen, nach der WM 2014 in Brasilien gar 34.

Am Sonntag geht die WM in Katar los.
Am Sonntag geht die WM in Katar los.  © Federico Gambarini/dpa

Arbeitsbelastung der Spieler: FIFPro hat Bedenken

Die Studie deckt den Zeitraum zwischen 12. Juli 2021 und 24. Oktober 2022 ab. Demnach habe der niederländische Verteidiger Virgil Van Dijk vom FC Liverpool von den analysierten Spielern die meisten Spielminuten absolviert - 7597 Minuten in 78 Partien.

Die FIFPro hat seit Beginn der Covid-19-Pandemie regelmäßig Bedenken bezüglich der Arbeitsbelastung der Spieler geäußert.

Titelfoto: Montage: Federico Gambarini/dpa, David Inderlied/dpa

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