Nur ein Missverständnis? Fan fragt WM-Trainer nach Rücktritt, aber der weiß von nichts

Accra (Ghana) - Wie jetzt? Nach dem Aus der ghanaischen Nationalmannschaft bei der WM 2026 im Sechzehntelfinale gegen Kolumbien verabschiedete sich Nationaltrainer Carlos Queiroz (73) im Netz vermeintlich von seinem Team, anschließend geisterte sein Rücktritt durch die Weltpresse. Von einem solchen weiß der Portugiese selbst aber nichts.

Nur ein Missverständnis? Carlos Queiroz (73) ist offenbar doch nicht als ghanaischer Nationaltrainer zurückgetreten.  © Tom Weller/dpa

Bei einer zufälligen Begegnung wurde der Übungsleiter nun nämlich von einem Fan der "Black Stars" auf seine Abdankung angesprochen.

"Du hast einen sehr guten Job gemacht, Ghana ist stolz auf dich", sagte der Mann in einem Video, das daraufhin in den sozialen Netzwerken geteilt wurde, und fragte dann: "Aber warum bist du zurückgetreten?"

"Ich bin nicht zurückgetreten", antwortete Queiroz prompt. "Das war nur eine Nachricht der Dankbarkeit", stellte er außerdem klar.

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Zuvor hatte der 73-Jährige in einem Instagram-Beitrag so emotionale wie scheinbar deutliche Worte gewählt, die stark nach einem Abschied klangen.

"Ich verlasse diese Reise voller Stolz auf das, was wir erreicht haben, aber auch mit der gesunden Unzufriedenheit derer, die immer mehr wollten", so der Coach. "Es war mir eine Ehre und ein Privileg, meinem Land und den Black Stars zu dienen."

"Die Zukunft der Black Stars wird nicht nur auf dem Spielfeld gestaltet. Der Erfolg der Black Stars muss abseits des Spielfelds beginnen, indem wir das bestmögliche Umfeld schaffen, um Ghanas außergewöhnliche Fußballtalente vorzubereiten, zu schützen und zu fördern", appellierte Queiroz zudem. Es wirkte wie eine Botschaft an seine Nachfolger und den Verband.

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Ghanas Sportminister dementiert Rücktritt von Carlos Queiroz ebenfalls

Carlos Queiroz (73, M.) bleibt wohl auch nach der WM Ghanas Nationaltrainer.  © Chris Young/The Canadian Press/dpa

Allerdings wies Ghanas Sportminister Kofi Adams (51) die Spekulationen sogar schon vor einigen Tagen in die Schranken.

Im Interview mit dem in Accra ansässigen Radiosender "Joy FM" erklärte der Politiker: "Wir haben kein Rücktrittsschreiben vom Fußballverband erhalten, und ich gehe nicht davon aus, dass jemand über die sozialen Medien zurücktritt. Er wurde nicht über die sozialen Medien ernannt, also glaube ich nicht, dass er darüber zurücktritt."

Ohnehin hatte Queiroz das Amt erst im April von Otto Addo (51) übernommen, der nach der 1:2-Niederlage gegen Deutschland entlassen worden war.

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