WM 2022: Katar verbietet Alkohol im Stadion, doch es gibt eine umstrittene Ausnahme

Doha (Katar) - Dieses Verbot wird für Zündstoff sorgen! Katar hat zwei Tage vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft ein komplettes Alkoholverbot für die WM-Stadien verhängt!

Bier ade heißt es in und um den Stadien bei der WM 2022 in Katar, aber nur für das "normale Volk". (Symbolbild)
Bier ade heißt es in und um den Stadien bei der WM 2022 in Katar, aber nur für das "normale Volk". (Symbolbild)  © Bernd Thissen/dpa

Dabei gibt es eine umstrittene Ausnahme: In den Luxussuiten der FIFA-Offiziellen und für andere wohlhabende Gäste soll es weiterhin Alkohol geben, wie die New York Times berichtet.

Zuletzt hatte es nur geheißen, dass kein Bier im Umkreis der Stadien ausgeschenkt werden soll. Doch im Hintergrund arbeitete die Königsfamilie wohl mit Hochdruck daran, ein komplettes Alkoholverbot bei der FIFA zu erwirken.

So wirklich verwundert es nicht, schließlich ist Alkohol im muslimischen Land Katar "haram", also eine Sünde.

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Dass nun nur für Auserwählte der Alk fließt, bestätigte am Freitag offenbar ein WM-Offizieller der New York Times, der nicht genannt werden wollte.

n den Stadien soll nach Angaben der FIFA weiterhin alkoholfreies Bier verkauft werden. Alkoholhaltige Getränke können Fans, die nach Katar reisen, unter anderem beim offiziellen Fanfest in der Hauptstadt Doha konsumieren. "Nach Gesprächen zwischen den Behörden des Gastgeberlandes und der FIFA wurde entschieden, den Verkauf von alkoholischen Getränken auf das FIFA Fan Festival und andere Ziele der Fans sowie lizenzierte Veranstaltungsorte zu konzentrieren" hieß es in der Mitteilung.

Das plötzliche Verbot müsste die FIFA eigentlich in arge Bedrängnis bringen, denn die besitzt für die WM einen 75-Millionen-Dollar schweren Sponsorenvertrag mit der Bierfirma Budweiser.

Der besagt auch, dass Karteninhaber mindestens drei Stunden vor jedem Spiel und eine Stunde nach Abpfiff Zugang zu den Produkten der Firma haben. Das dürfte mit dem allgemeinen Verbot nicht mehr umsetzbar sein, es könnte eine fette Vertragsstrafe für die FIFA drohen.

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

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