Quito (Ecuador) - 28 Mal stand Christian Lara (45) im Trikot der ecuadorianischen Nationalmannschaft auf dem Rasen, unter anderem bei der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Doch seitdem scheint der Ex-Profi tief gefallen zu sein. Nun wurde er in seiner Heimat wegen eines versuchten Raubüberfalls verhaftet.
Wie die Tageszeitung "El Comercio" berichtet, soll der frühere Flügelflitzer gemeinsam mit mindestens drei weiteren Personen an einem Überfall auf ein Technikgeschäft in Quito beteiligt gewesen sein.
Die Polizei bestätigte demnach die Identität des ehemaligen Fußballers. Zu dem Vorfall sei es bereits am Dienstag gekommen. Laut dem Bericht reagierten die Einsatzkräfte auf einen Notruf und verhinderten den Raub anschließend vor Ort. Bei den Verdächtigen fanden sie technische Geräte sowie Schusswaffen.
Ein später im Netz verbreitetes Video soll die Verhaftung des 45-Jährigen zeigen. Darin wird ein Mann von den Beamten aus einem blauen Auto gezogen und daraufhin abgeführt.
Während der Maßnahme mischten sich allerdings umstehende Passanten ein, die es mit Schlägen und Tritten auf den Ex-Nationalspieler abgesehen hatten. Die augenscheinlichen Zeugen des versuchten Raubüberfalls landeten auch einige Treffer, ehe die Polizisten Lara abdecken und aus der Situation entfernen konnten.
Die Staatsanwaltschaft müsse nun entscheiden, ob Anklage gegen die Festgenommen erhoben wird, so der Bericht.
Christian Lara spielte bei der WM 2006 gegen Deutschland und England
Lara, der während seiner aktiven Sport-Laufbahn den Spitznamen "Diabolito" ("kleiner Teufel") verpasst bekam, stammt aus Quito und spielte die meiste Zeit für seinen Heimatklub CD El Nacional.
Bereits 2002 feierte er sein Debüt für die ecuadorianische Auswahl, drei Jahre später steuerte er beim 2:0-Sieg gegen Argentinien ein wichtiges Tor bei der WM-Qualifikation bei, die "La Tri" schließlich auch gelingen sollte.
Beim Turnier in Deutschland kam er dann bei der 0:3-Pleite in der Gruppenphase gegen die DFB-Elf sowie bei der 0:1-Niederlage im Achtelfinale gegen England zum Einsatz.
Später spielte Lara auch noch in Katar, Indien und Mexiko, ehe er seine Karriere 2019 bei El Nacional offiziell beendete.