Fußballer fährt Frau an und begeht Fahrerflucht - jetzt ist sie tot
Bukarest (Rumänien) - Auf dem Weg zum Training hatte Fußballprofi Kader Keita (25) Anfang März eine Frau angefahren, dann jedoch Fahrerflucht begangen. Nach mehr als einem Monat im Krankenhaus ist die 68-Jährige nun verstorben. Jetzt wird wegen fahrlässiger Tötung gegen den Ivorer ermittelt.
Am 3. März war Keita, der für den rumänischen Erstligisten Rapid Bukarest spielt, demnach mit dem Auto auf dem Weg zum Mannschaftstraining, als er eine Frau anfuhr, die an einem Zebrastreifen die Straße überquerte.
Nach dem Crash verließ der 25-Jährige übereinstimmenden rumänischen Medienberichten zufolge allerdings unerlaubt den Ort des Geschehens und fuhr offenbar weiter zum Mannschaftstraining, ohne jemandem von seinem Unfall zu erzählen.
Die Polizei konnte den Mittelfeldspieler jedoch identifizieren. Zunächst wurde wegen Körperverletzung gegen den viermaligen Nationalspieler der Elfenbeinküste ermittelt, die Frau hatte sich bei dem Unfall unter anderem das Becken, den Schädelknochen, mehrere Rippen und das Bein mehrfach gebrochen und musste in ein künstliches Koma versetzt werden. Zudem stellten die Ärzte eine Herzerkrankung bei der 68-Jährigen fest.
Wie etwa prosport.ro berichtete, verstarb die Frau allerdings am Dienstagmorgen gegen 5 Uhr in einem Krankenhaus in Bukarest, sie hatte sich vor wenigen Tagen einer Kopf-Operation unterziehen müssen. Damit wird die Anklage gegen Keita in fahrlässige Tötung umgewandelt, zudem muss er sich wegen Fahrerflucht verantworten.
Kader Keita droht sogar das Karriereende
Für beide Delikte können im rumänischen Recht Haftstrafen von zwei bis sieben Jahren verhängt werden. Sollte Keita für beide Straftaten verurteilt werden, wird demnach die höhere Strafe komplett verhängt, dazu kommt ein Drittel der niedrigeren.
"Im Grunde genommen sieht es für den Fußballer sehr schlecht aus. Die Polizei bzw. die Staatsanwaltschaft wird verpflichtet sein, die rechtliche Einstufung der Tat von Körperverletzung in fahrlässige Tötung zu ändern", schätzte Rechtsanwalt Adrian Cuculis die Lage bei gsp.ro ein.
"Die Staatsanwaltschaft sieht die Tat sehr streng. Aus rechtlicher Sicht ist sicherlich jedes mögliche Endergebnis denkbar, auch eine Freiheitsstrafe."
Sollte er am Ende eine lange Haftstrafe absitzen müssen, könnte die Karriere des 25-Jährigen damit ihr frühes und unrühmliches Ende finden.
Titelfoto: Kohei CHIBAHARA / AFP

